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Abstand halten: Diese Regel müssen die Jugendlichen ab sofort im Jugendtreff beherzigen. Ob es ihnen so leicht fällt, wie bei dieser Barfußwanderung im vergangenen Jahr, ist jedoch fraglich. 

Vieles wird nach draußen verlegt

„Die Jugendlichen sitzen schon vor der Tür“: Allershausens Jugendtreff arbeitet an Konzepten

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Der Allerhausener Jugendtreff ist noch immer geschlossen, eine Öffnung nicht in Sicht. Doch Leiter Ludwig Wörmann und sein Team schmieden fleißig Pläne. Er sagt: „Die Jugendlichen sitzen schon vor der Tür.“

Allershausen Seit 13. März sind die Türen des Allershausener Jugendtreffs geschlossen. Und noch immer ist nicht klar, wann man sie wieder aufsperren darf. Doch man hat die Zeit des Corona-Lockdowns bestmöglich genutzt, hat Kontakt zu den Jugendlichen gehalten, hat die Räume saniert und arbeitet fleißig an Konzepten für die Zeit, wenn es wieder losgeht, wie Leiter Ludwig Wörmann schildert.

Wörmann selbst und seine Kollegin Michaela Ogorelica sind beide bei der Gemeinde Allershausen angestellt. In Kurzarbeit sind sie nicht, sondern haben in diesen Wochen seit der Schließung des Jugendtreffs immer mal wieder Urlaub genommen, sich „von Woche zu Woche vorgetastet“, wie es Wörmann beschreibt. Inzwischen haben sich freilich ein paar Minusstunden angesammelt, die man eben wieder hereinarbeiten werde. Die Frage ist nur: Ab wann? Wörmann rechnet und plant, dass es nach den Pfingstferien wieder langsam losgehen wird. „Natürlich müssen wir die weiteren Entscheidungen der Regierung abwarten sowie die rechtlichen Möglichkeiten beachten und werden alle Schritte mit der Gemeinde absprechen.“

Um dann bestens gerüstet zu sein, laufen die Planungen und die Gespräche mit der Gemeinde auf Hochtouren. Aufbauend auf den Vorgaben des Bayerischen Jugendrings plant man beispielsweise, Airhockey oder Tischtennis anzubieten. Da werde der notwendige Abstand eingehalten. Und damit auch wirklich nur zwei Jugendliche spielen, wird es am Eingang eine Pinnwand mit jeweils zwei Karten pro Spiel geben. Spielen kann nur, wer eine Karte hat – ein System also, das die Sicherheit der Jugendlichen gewährleistet, so Wörmann.

So viel wie möglich draußen anbieten

Außerdem wird man den Jugendtreff so organisieren, dass die Tür vorne als Eingang, die Hintertür als Ausgang benutzt wird – Begegnungsverkehr ausgeschlossen. Und: „Wir werden alles, was geht, nach draußen verlegen“, so Wörmann. Bei gutem Wetter will man die Aktivitäten und Angebote nicht im Jugendtreff, sondern draußen – vor allem auf dem Volksfestplatz – anbieten. Dort kann man Federballspielen oder auch den beliebten „Ezyroller“ zum Einsatz bringen. Eine Möglichkeit wäre auch, einen mobilen JUT-Tisch am Volksfestplatz oder/und auch vor dem Jugendtreff aufzustellen, wo der nötige Sicherheitsabstand und die Hygienemaßnahmen einfacher einzuhalten wären. Die Jugendlichen zumindest sehnen die Öffnung herbei: „Die sitzen schon vor der Tür“, erzählt Wörmann.

Dass der Jugendtreff weiterhin entweder durch das eine oder andere Gespräch am Fenster oder durch Smartphones Kontakt zu den Jugendlichen hält, ist Wörmann wichtig. „So kann man schon erkennen, wenn es bei einem Jugendlichen gerade nicht so läuft.“ Und dann hat man sich noch etwas Besonderes einfallen lassen. Viele der Jugendlichen kennen das Knobelspiel aus dem Jugendtreff beziehungsweise von den Busfahrten bei den Ausflügen. Damit sie nicht komplett darauf verzichten müssen, gibt es seit den Osterferien knifflige Denkaufgaben und Rätsel digital. Selbstverständlich gibt es auch etwas zu gewinnen: einen Jugendtreff-Toast, Eis und Gummibärchen zum Beispiel. „Natürlich werden die Gewinner notiert, damit niemand vergessen wird“, betont Wörmann, denn die Preise gibt es erst, „wenn wir wieder geöffnet haben“.

Nicht möglich sind auch die Live-Lernangebote, weswegen man in den vergangenen Wochen auf online-Angebote umgestellt hat. Wörmanns Erfahrung: „Die Jugendlichen wollen was machen.“ Sobald aber der offene Betrieb wieder anläuft und man aufgrund der Bestimmungen wieder in der Lage ist, werde man für alle interessierten Schüler Angebote zum Lernen machen, damit der ein oder andere sich etwas Unterstützung beim Nachholen und Nacharbeiten von Unterrichtsstoff holen könne.

Zwangspause zum Putzen genutzt

Daumen gedreht hat man in den vergangenen Wochen freilich nicht: Die Zeit seit Beginn der Schließung hat man für eine intensive Grundreinigung der Böden in fast allen Räumen des Jugendtreffs genutzt. „Dazu mussten wir erst aus-, dann wieder einräumen. Ich habe fast alle Möbel einmal in die Hand genommen“, berichtet Wörmann. Und weil man schon einmal ausgeräumt hatte, hat man einem Teil der Innenräume des Jugendtreffs – Billardraum, Dartraum, Küche – gleich auch noch einen neuen Anstrich verpasst. Damit nicht genug: „Nebenbei nutzte unsere Reinigungskraft die Zeit, um auch noch alle Fenster zu putzen.“ Und auch im Büro gab es einiges zu tun: Liegengebliebenes wurde aufgearbeitet, Ablage wurde erledigt und viele alte Sachen und Unterlagen wurden aussortiert – Tätigkeiten eben, für die man sonst oft zu wenig Zeit habe, sagt Wörmann.

Ferienprogramm wird eine Herausforderung

Und dann ist da ja auch noch die Herausforderung Ferienprogramm. Man hat an alle Vereine per E-Mail Fragebögen verschickt, darum gebeten, die Fragebögen ausgefüllt wieder an den Jugendtreff zurückzusenden (mail@jut-allershausen.de). Abgefragt werden soll, wer sich eine Beteiligung an den 31. Sommerferienspielen und/oder am Sommerfest vorstellen kann, welche Ideen und Anregungen es unter Berücksichtigung der Situation gibt. Ziel ist es, so Wörmann, ein kleineres, aber trotzdem interessantes Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. Aus Zeitgründen, so Wörmann, wird es heuer kein gedrucktes Programmheft geben, das Programm ausschließlich online auf der Gemeinde-Homepage zu finden sein. Allerdings, so Wörmann: „Die Rückmeldungen kommen bisher eher spärlich.“ Aber man gebe nicht auf, man stehe noch in persönlichem Kontakt zu Personen, die sich da einbringen könnten.

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