Die leere Batterie eines Rauchmelders hat in Erding einen Feuerwehreinsatz ausgelöst (Symbolbild).
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Eine Rauchwarnanlage könnte im Allershausener Rathaus schon installiert werden. Doch die Räte wollen auf das Brandschutzkonzept warten. Symbolbild

Räte warten auf Konzept

„Wir sind relativ schlecht aufgestellt“:
Mangelhafter Brandschutz im Allershausener Rathaus

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Das Allershausener Rathaus braucht dringend ein Brandschutzkonzept. Rauchmelder könnte man zwar schon vorab installieren, doch das wurde nun vertagt.

Allershausen – Wenn es im Allershausener Rathaus einmal brennt, dann hat man ein Problem. Denn manche Brandschutzauflagen sind nicht ausreichend erfüllt. Das hat der Brandschutzbeauftragte Andreas Stangneth jetzt bei einer Begehung festgestellt. Nun soll ein Brandschutzkonzept erarbeitet werden, weswegen der Vorschlag, schon im Vorgriff eine Rauchwarnanlage zu installieren, im Gemeinderat vertagt wurde.

„Wir sind relativ schlecht aufgestellt“, schilderte Bürgermeister Martin Vaas im Gemeinderat die Situation in Sachen Brandschutz im Rathaus. Ein Beispiel: Für den großen Sitzungssaal unter dem Dachgeschoß gebe es keinen zweiten Fluchtweg. Daher soll also ein Brandschutzkonzept aufgestellt werden, das einen Fahrplan für die erforderlichen Maßnahmen enthält. Schon jetzt ist für Vaas klar: „Da kommt noch einiges auf uns zu.“

Nur ein Angebot wäre infrage gekommen

Unabhängig davon hätte man bereits jetzt eine Hausalarmanlage installieren können, die auf jeden Fall in das spätere Brandschutzkonzept gepasst hätte. Drei Angebote hatte die Verwaltung dazu eingeholt, von denen allerdings zwei lediglich zehn – und damit viel zu wenig – Rauchmelder angeboten hatten. Nur das Angebot der Firma Huber Schließtechnik aus Freising, deren Funk-Brandwarnanlage 35 Rauchmelder zum Gesamtpreis von 10.600 Euro umfasst hatte, wäre infrage gekommen. Außerdem hätte es auch im Falle eines Falles bei weiteren Anforderungen an das Brandschutzkonzept problemlos ergänzt und erweitert werden können.

Doch so weit kam es nicht: Josef Lerchl (SPD) war der erste Gemeinderat, der anzweifelte, ob es sinnvoll sei, schon vor Erarbeitung eines Konzepts erste Maßnahmen umzusetzen. Auch Peter Colombo (PFW) plädierte dafür, die Anschaffung der Rauchmelder derweil nicht zu vollziehen, sondern erst die Ergebnisse des Brandschutzkonzepts abzuwarten. Die Zurückstellung des Tagesordnungspunkts wurde dann einstimmig beschlossen. Wenn es im Allershausener Rathaus brennt, dann hat man also noch immer ein Problem.

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