Am Eggenberger Feld, links von der Straße, sollen die Sozialwohnungen in Allershausen entstehen.
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Am Eggenberger Feld, links von der Straße, sollen die Sozialwohnungen in Allershausen entstehen.

Einigkeit im Gemeinderat

Sozialwohnungen geplant: Allershausen will finanzschwache Bürger unterstützen

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Die Gemeinde Allershausen will in den Sozialwohnungsbau einsteigen. Und sogar einen Standort für die Wohnungen hat man schon ins Auge gefasst.

Allershausen - Wie CSU-Gemeinderat Leonhard Held in seinem Antrag schreibt, seien andere Landkreisgemeinden diesbezüglich Allershausen „eine große Nasenlänge“ voraus. Dabei sollte es die finanzielle Leistungsfähigkeit der Gemeinde doch ermöglichen, „diese soziale Aufgabe anzupacken und Menschen, die sich am örtlichen Markt nicht angemessen mit notwendigem, bedarfsgerechtem Wohnraum versorgen können, zu helfen“. Hinzu komme, dass bebaubare Grundstücke mit der notwendigen Infrastruktur vorhanden seien.

Die Gemeinderäte befürworteten dieses Ansinnen. Im neuen Baugebiet Eggenberger Feld Süd habe man im Bereich des Geschoßwohnungsbau die Möglichkeit, solche Wohnungen einzurichten. Zwölf Stück seien eine für die Größe der Gemeinde Allershausen angemessene Zahl solcher Wohnungen, die nach dem KommWFP gefördert werden und dann eine Bindungsdauer von 20 Jahren haben. Wie Held in seinem Antrag darlegte, bestehe aufgrund der Förderung „großer Gestaltungsspielraum“ für die Gemeinden bei Konzeption, Planung und Bau.

Und weil die Förderung aus einem 30-prozentigen Zuschuss sowie einem zusätzlichen Darlehen in Höhe von 60 Prozent (zu einem Zinssatz von null Prozent) bestehe, verbleibe bei der Gemeinde ein Eigenanteil von lediglich zehn Prozent – zehn Prozent, mit denen man kommunale Vermögenswerte schaffen könne. Das alles sollte man nutzen, „um ein derartiges Projekt so bald wie möglich in Angriff zu nehmen und damit bedarfsgerechte Wohnungen für einkommensschwache Haushalte zu schaffen“, so heißt es in dem Schreiben von Held.

Der Gemeinderat fasste den Grundsatzbeschluss, so ein Projekt in absehbarer Zeit anzupacken, einstimmig. Denn man habe es in den vergangenen Jahren durch das Einheimischenmodell geschafft, vielen Familien den Traum vom Einfamilienhaus oder von einer Doppelhaushälfte zu ermöglichen. Weil aber das Modell einer Familie manchmal nicht oder nicht mehr funktioniere, weil der Partner gestorben sei oder eine Scheidung die Familie getrennt habe, gebe es viele Personen, die große Schwierigkeiten hätten, in Allershausen überhaupt eine Wohnmöglichkeit zu finden und die dann mit nur einem Gehalt oder mit ihrer Rente zu finanzieren. Damit auch dieser Personenkreis in der Lage sei, in Allershausen zu wohnen und Teil der örtlichen Gemeinschaft zu bleiben, will man jetzt also in den sozialen Wohnungsbau einsteigen. Beschlossen wurde auch, einen Vertreter des Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr einzuladen, der die Gemeinderäte über die genauen Modalitäten und Möglichkeiten der Förderung informiere.

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