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Von der logistischen Meisterleistung der Sanierung der Grund- und Mittelschule überzeugten sich die Gemeinderäte Allershausens vor ihrer jüngsten Sitzung.

Gemeinderäte besichtigen sanierte Schule

Allershausens Gemeinderat schaut, wo das Geld hingeflossen ist: Zum neuen Schuljahr ist alles tiptop

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1,8 Millionen Euro hat die Gemeinde Allershausen in die Sanierung der Grund- und Mittelschule Allershausen investiert. Am Dienstag war der Gemeinderat eingeladen, „zu sehen, wo das ganze Geld hingekommen ist“, wie es Bürgermeister Rupert Popp sagte.

Allershausen– Wenn in rund zwei Wochen auch die elektro- und brandschutztechnische Sanierung abgeschlossen ist und nur noch Restarbeiten zu erledigen sind, dann ist Schulleiter Georg Riedel froh. „Heilfroh“ sogar, wenn das Schuljahr zu Ende ist und zum neuen Schuljahr „alles tiptop“ ist. Denn dann sind die Lehrer und die Schüler nicht mehr „Leidtragende“ der Bauarbeiten, wie Popp allen Beteiligten für ihr Verständnis dankte.

Es waren 90 Minuten mit vielen beeindruckenden Zahlen: Damit die Arbeiten zur Erneuerung der Elektrotechnik und des Brandschutzes unter laufendem Schulbetrieb durchgeführt werden konnten, habe man die ganze Schule in 30 kleine Bauabschnitte mit jeweils zwei bis drei Räumen eingeteilt. Das komplette Kabel- und Leitungsnetz sei erneuert worden, berichtete das Ingenieurbüro Hausmann: 20 000 Meter Kabel habe man dabei neu gezogen. Zudem seien alle Vorbereitungen für „digitale Klassenzimmer“ getroffen worden, eine neue Durchsageanlage habe man eingebaut, selbstverständlich den Brandschutz wesentlich verbessert, die Beleuchtungsanlage mit 650 neuen Leuchten komplett ausgetauscht und mit 200 Präsenzmeldern versehen, zudem Schalter, Steckdosen & Co. erneuert.

Und noch eine beeindruckende Zahl: Bei einer Besprechung vor gut zwei Wochen habe es noch eine Mängelliste mit 250 Punkten gegeben, jetzt habe man noch knapp 100 Punkte, derer man sich annehmen müsse.

Zwei Dinge allerdings ärgerten – nicht nur – Bürgermeister Popp schon: Da war der Hinweis von Josef Lerchl (SPD), dass eine Uhr nicht richtig gehe und das ja eine „Blamage“ sei. Und da war eine zuvor von Musikschulleiterin Karin Schlagintweit verfasste Mail, in der sie gedroht hatte, alle ihre Schlagzeuglehrer würden demnächst kündigen, weil sie von dem Licht im (kostenlos überlassenen) Übungsraum im Keller Kopfweh bekämen. Popp und die Gemeinderäte waren sich mit Blick auf das neue, zu dimmende Licht schnell einig: „Jaja, ich hab auch sofort Kopfweh bekommen“, spöttelte ein Gemeinderat.

Das Geld, das man in den Schulhausbau investiert hat, müsse ganz allein die Gemeinde Allershausen stemmen, so Popp. Die anderen Mitgliedsgemeinden des Schulverbands seien laut Vertrag daran nicht beteiligt. Allerdings werde es aufgrund der Sanierung eine Erhöhung der Miete geben, die der Schulverband an die Gemeinde Allershausen zu entrichten hat, kündigte Popp an.

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