Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Betretene Gesichter: Bürgermeister Rupert Popp und der bisherige VdK-Chef Johann Pfleger bedauern es zutiefst, dass sich kein Nachfolger für den Vereinsvorsitz finden lässt. Jetzt steht die Auflösung im Raum.

VdK Allershausen-Kranzberg-Hohenkammer

Auflösung droht, obwohl alles bestens ist

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Die Mitgliederzahlen steigen, die Finanzen sind gesund, die Aufgaben wichtig. Und dennoch: Dem VdK-Ortsverband Allershausen droht die Auflösung. Grund: Man findet keinen Nachfolger für Johann Pfleger als Vorsitzenden.

Allershausen „Jetzt wird’s kritisch“, hatte Johann Pfleger gesagt. Und der Mann, der seit fast 50 Jahren in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich tätig und zuletzt zwölf Jahre Vorsitzender des VdK-Ortsverbands Allerhausen-Kranzberg-Hohenkammer war, wusste, wovon er sprach. Denn die Tatsache, dass Pfleger nicht mehr als 1. Vorsitzender zur Verfügung stand, führte am Sonntag bei der Mitgliederversammlung dazu, dass der Ortsverband auf eine Auflösung zusteuert: Keines der 33 anwesenden Mitglieder konnte dazu bewegt werden, das Amt zu übernehmen, niemand kannte jemanden, der dazu bereit sein könnte, als Vorsitzender zu kandidieren.

Pfleger ist traurig

Selbst die Engelszungen, mit denen Wahlleiter und Bürgermeister Rupert Popp auf manche möglichen Aspiranten einredete, halfen nichts: Die Versammlung im Gasthof Obermeier wurde ohne die Wahl einer neuen Vorstandschaft beendet. Jetzt will man weitere Gespräche führen, hofft darauf, dass sich ein Nachfolger für Pfleger findet. Ist man nicht erfolgreich wird der kommissarisch amtierende Vorstand in einigen Wochen eine Mitgliedversammlung einberufen. Einziger Zweck dann: Die Auflösung des VdK-Ortsverbands – „und das nach 70 Jahren“, wie Pfleger traurig sagte. Und auch Popp würde es „sehr bedauern“, wenn es so weit kommen würde. Denn darüber, dass man den VdK in Deutschland, in Bayern, im Landkreis und auch in Allershausen braucht, darüber, dass der Sozialverband einer der wichtigsten Verbände überhaupt ist, darüber besteht kein Zweifel – auch nicht bei Bürgermeister Popp.

Sonst immer problemlos

Und auch nicht beim Kreisgeschäftsführer Serge Rinas, der von 3817 Beratungen, 528 Anträgen, 262 Widersprüchen und 76 Klagen berichten konnte, die man 2017 im Landkreis geführt habe. Und bis Sonntag, so bestätigte der Kreisvorsitzende des VdK, Erwin Nowak, sei Allershausen-Kranzberg-Hohenkammer auch „ein sehr problemloser Ortsverband“ gewesen. Beweis: Auch die Kasse des Ortsverbands ist in Ordnung, wie Kassier Hans-Jürgen Hofbauer berichten konnte: Bei Einnahmen von knapp 3500 Euro und Ausgaben von fast 3300 Euro hat man 200 Euro plus gemacht. Ein Plus konnte Pfleger auch bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen verzeichnen: Waren es 2006, als er das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen hatte, noch 216 Mitglieder im Ortsverband, so sind es derzeit 372. So gerne hätte Pfleger künftig nicht mehr vor den Mitgliedern gestanden, sondern hätte sich „auch einfach reinsetzen und zuhören“ wollen.

Wenig Begeisterung

Doch daraus wird wohl nichts. Sollte es zur Auflösung kommen, werden Mitglieder wie Heinrich Moser (92), der seit 65 Jahren dem VdK die Treue hält, nicht mehr im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Ortsverbands gewürdigt. Vielleicht schließt sich der Allershausener Ortsverband aber auch einem anderen OV an, wie Pfleger vorsichtig in die Runde warf. Doch dafür war bei den Anwesenden die Begeisterung genauso gering wie dafür, den Posten des Vorsitzenden zu übernehmen.

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