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Bei den Bärchenmachern aus Allershausen können Kinder „Flauschis“ adoptieren

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Von: Andreas Beschorner

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Sieht fast aus wie Popcorn: die Stofftierbefüllmaschinen bauen Esther und Norbert Kurzmeier.
Sieht fast aus wie Popcorn: Die Stofftierbefüllmaschinen bauen Esther und Norbert Kurzmeier. © Beschorner

Esther und Norbert Kurzmeier aus Allershausen sind „Die Bärchenmacher“. Mit ihren „Flauschis“ lassen sie Kinderträume wahr werden.

Allershausen – „Kuno Kuschelbär“ kommt gut an, aber auch „Charlie Wuff“ und vor allem „Helmut Husky“. Sie alle gehören zur großen Familie der Kuscheltiere, die in Allershausen (Landkreis Freising) geboren werden, um dann von Kindern adoptiert zu werden und ein liebevolles Zuhause zu finden. Esther und Norbert Kurzmeier sind die Erfinder eines einzigartigen Kuscheltier-Konzepts. Sie sind „Die Bärchenmacher“ und lassen Kinderträume wahr werden.

„Bärchenmacher“ aus Allershausen: Zeit mit Kindern verschenken

Das Paar möchte, so der Ansatz, die Möglichkeit bieten, „Zeit mit Kindern zu verschenken“, wie es Norbert Kurzmeier formuliert. Und deshalb gibt es bei den Bärchenmachern eben keine fertigen Stofftiere, die man so normalerweise den Kleinen schenkt, sondern so eine Art Bausatz: Da ist zunächst die Hülle, liebevoll „Flauschi“ genannt. Die gibt’s in Dutzenden Varianten – vom Einhorn bis zum Dino, vom klassischen Teddy bis zu „Daisy Delfin“. Und auch wenn die Flauschis aus dem Ausland kommen, so gilt auch für sie das, was sich die Kurzmeiers ganz oben auf die Fahnen geschrieben habe: Nachhaltigkeit und Sicherheit. Kein seltsamer Geruch, alles ist kindgerecht und sicher.

Die Qual der Wahl: Von „Daisy Delfin“ bis „Bulldogge Bob“ ist die Kuscheltierfamilie sehr groß.
Die Qual der Wahl: Von „Daisy Delfin“ bis „Bulldogge Bob“ ist die Kuscheltierfamilie sehr groß. © privat

Damit aus den Flauschis aber auch Kuscheltiere werden, braucht man Füllung. Die wird in dem Bärchenpaket mitgeliefert, muss dann von den Kindern (und den Erwachsenen) selbst in ihrem Flauschi verteilt werden. Und schon, so das Ziel, hat das Kind das Gefühl, sein eigenes Kuscheltier entworfen zu haben – ein Gefühl, das man bei einem fertigen Teddy nicht hat.

„Bärchenmacher“ aus Allershausen: Ein Wunschherz wird in der Füllung versteckt

Dann gibt es noch das Wunschherz: In das sollen die Kinder einen sehnlichen Wunsch flüstern, das Herz wird dann tief in der Füllung von Flauschi versteckt. Dann noch zubinden und verschließen – fertig. Nein, nicht ganz: Es fehlt noch das Ausfüllen der Adoptionsurkunde mit dem Namen, den die Kinder ihrem neuen Liebling geben, und der Unterschrift, mit der man feierlich verspricht, das Kuscheltier immer liebzuhaben und täglich mehrmals zu knuddeln. Dann wird noch das Bärchen-Siegel draufgeklebt.

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Mit ihrem Bausatz-Kuscheltier-Konzept sind die Kurzmeiers inzwischen nicht nur online präsent, sondern auch „live“ zu erleben. Denn die Stofftierbefüllmaschine, die sie sich zunächst aus Dänemark besorgt haben, ist der nächste große Verkaufsschlager geworden: Die Kurzmeiers bauen die Geräte, die ein bisschen wie Popcorn-Maschinen aussehen, selbst, verfeinern sie stetig, exportieren sie in alle Welt und nutzen sie selbstverständlich auch, wenn „Die Bärchenmacher“ auf Tour sind. Wichtig ist den Bärchenmachern also, dass alle Teile (auch die Kartons) ganz viele Standards erfüllen und zertifiziert sind.

„Bärchenmacher“ aus Allershausen: Eigentlich haben die Kurzmeiers einen Hüpfburgverleih

Noch etwas ist Esther und Norbert Kurzmeier wichtig: Ihre Kuscheltiere geben keine Töne von sich, da gibt es keine Batterien, keine „Disney-Sachen“, wie sie sagen. Nein, die Kinder sollen sich mit ihrem ganz individuellen Kuscheltier „ihre eigene Welt aufbauen“, ihre Fantasie spielen lassen. Wie zentral das ist, das merken die beiden Unternehmer, die als Hauptgeschäft einen Hüpfburg-Verleih betreiben, dann, wenn Erwachsene und Kinder einmal gemeinsam vor den Flauschis stehen und eine Wahl treffen sollen. „Da gehen die Vorstellungen oft weit auseinander“, erzählt Nobert Kurzmeier. Während Erwachsene eher zum klassischen Teddy tendieren, haben es den Kindern eher „Manni Mammut“, „Adler Horst“ & Co. angetan.

Wer sich im Internet auf baerchenmacher.de seinen Karton mit Flauschi & Co. bestellt, bekommt ihn – samt Gebrauchsanleitung – für 37,90 Euro zugesendet. Wer will, kann sich seinen Kuscheltier-Bausatz auch für 32 Euro vor Ort in Allershausen abholen.

So oder so kann man mit dem Bausatz Kindern Zeit schenken (rund 20 Minuten nimmt die gesamte „Kuno Kuschelbär“-, „Alphonso Affe“- oder „wie auch immer“-Aktion in Anspruch). Und vielleicht auch eine Erfahrung, an die sich die Kinder noch als Erwachsene gerne erinnern werden: „Weißt du noch…?“

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