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Mit preisgekrönter Erfindung: Dachdecker löst großes Problem vieler Hausbesitzer

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Von: Andreas Beschorner

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Markus Riedel mit seiner Erfindung
Gegen Schäden auf Flachdächern hat Markus Riedl aus Allershausen einen Feuchteschutz erfunden.  © zz

Ein Meisterbetrieb aus Allershausen hat sein Erfindung zum Patent angemeldet. Und er hat dafür einige Auszeichnung abgeräumt.

Allershausen – Das gibt es nicht oft, dass ein Unternehmer gleichzeitig den Bayerischen Staatspreis 2022 und den Bundespreis 2022 erhält. Spengler und Dachdecker Markus Riedl aus Allershausen ist dieses Kunststück gelungen. Für das von ihm entwickelte Kapillarprofil von KAPIpro wurde er im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München für seine innovative Leistung mit beiden Preisen ausgezeichnet.

Die prämierte Innovation KAPIpro ist ein Kapillarprofil, das als Feuchteschutz für Metalldächer eingesetzt wird. Über die Dachtraufe gelangt Regenwasser in die Regenrinne. Durch den Kapillareffekt wird im Bereich der Traufe dieses Wasser allerdings häufig in den Spalt zwischen Dachhülle und Traufblech gezogen – ein Problem, das insbesondere bei flachen Metalldächern zu Schäden führt und vielen Spenglern bekannt ist.

Erfindung von Meisterbetrieb aus Allershausen: Edelstahlprofil schützt zuverlässig gegen Feuchtigkeit

Nun hat Markus Riedl mit dem KAPIpro ein Edelstahlprofil entwickelt, das mit seiner besonderen Form diesen Kapillareffekt unterbricht und das Wasser durch Perforierungen im Profil wieder zuverlässig in die Regenrinne ableitet. Und das, so wurde besonders gewürdigt, sei eine effiziente und kostengünstige Lösung für alle Doppelstehfalzdächer. Wichtig: Die Innovation, die von Riedl „mit großem unternehmerischen Einsatz und Eigenmitteln“, so die Würdigung, entwickelt wurde, kann im gesamten Dachdecker- und Spenglerhandwerk eingesetzt werden.

Kapillarprofil entwickelt von Markus Riedl
Das fertige Kunststück: So sieht das von Markus Riedl erfundene Kapillarprofil aus, das jetzt doppelt ausgezeichnet wurde. © privat

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Firmengründer Markus Riedl, seit 1998 Dachdecker und Spengler, kennt das Problem schon lange. Beim Öffnen der Metalldächer sind diese oberhalb der Traufe oft nass. Der Einfall für das Kapillarprofi sei ihm – wo sonst – auf dem Dach gekommen. „Als wir wieder ein nasses Dach aufdeckten, kam mir die Idee, das Kapillarprofil so zu formen, wie es heute im Handel erhältlich ist.

Den ersten Entwurf zeichnete ich noch auf dem Dach auf ein Stück Schalung“, erzählt der gebürtige Freisinger. Der Weg bis zum fertigen Produkt war lang – eine Erfahrung, die jeder Erfinder bestätigen kann. Doch der Weg hat sich gelohnt. Das Patent ist mittlerweile beim Deutschen Patentamt eingetragen. Eine Patentanmeldung am Europäischen Patentamt ist anhängig. „Wir verkaufen nur an gewerbetreibende Fachfirmen“, betont Markus Riedl, Firmengründer von KAPIpro.

Gut zu wissen

Weitere Informationen gibt es per Mail unter info@kapipro.de oder telefonisch unter (08166) 9935525. Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

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