Thorsten Klenke versteht sich als „Mentor“.
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Thorsten Klenke versteht sich als „Mentor“.

Fernziel: Kommunalwahl 2026 - Mehr ökologische Themen für Allershausen

Ehemaliger SPD-Kandidat aus Allershausen hat Gründung eines Grünen-Ortsverbands im Visier

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Seit Urzeiten besteht der Allershausener Gemeinderat aus drei Parteien: CSU, Parteifreie Wähler und SPD teilen sich die Sitze. Das könnte sich in fünf Jahren ändern.

Allershausen - Wenn in fünf Jahren wieder Kommunalwahlen sind, könnten im Gemeinderat Allershausen Allershausen neben CSU, Parteifreie Wähler und SPD dann auch die Grünen sitzen. Am kommenden Donnerstag, 22. April, könnte möglicherweise entschieden werden, einen Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen zu gründen.

Thorsten Klenke ist der Mann, der zu dem Corona-bedingt virtuellen Stammtisch eingeladen hat – jener Thorsten Klenke, der 2020 als Bürgermeister-Kandidat der SPD angetreten und auf rund elf Prozent der Stimmen gekommen war. Noch ist Klenke SPD-Mitglied, weil er aber nach „ein paar Änderungen“ und einigen Austritten bei den Genossen nicht mehr das Gefühl hat, wirklich etwas voranbringen zu können, hat er sich nun etwas umorientiert.

„Ich verstehe mich als Mentor und Berater“, sagt Klenke auf FT-Nachfrage zu seiner Rolle, wenn sich am Donnerstagabend virtuell Interessierte treffen und austauschen. Noch, so Klenke, befinden sich die Grünen in Allershausen in der „Findungsphase“, noch muss die Frage beantwortet werden, ob man denn tatsächlich einen Ortsverband gründet. Noch geht es auch darum, Themenschwerpunkte zu finden. Doch eines sei auf jeden Fall klar: Wenn der Landkreis und auch die Gemeinde Allershausen bis 2035 den Klimawandel schaffen wollen, dann müsse man jetzt „Gas geben“.

Ehemaliger SPD-Bürgermeisterkandidat Klenke will als Mentor der Grünen an den Themen aus dem Wahlkampf anknüpfen

Schon im Rahmen des Wahlkampfs um das Bürgermeisteramt hatte Klenke das Thema Klimawandel ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Und da will er anknüpfen: Wenn am Donnerstag der virtuelle Stammtisch stattfindet, dann werden nicht nur der frisch gekürte Bundestagskandidat der Grünen, Leon Eckert, und der Kreisvorsitzende Maximilian Breu mit dabei sein und Rückenwind geben, um wohl den nächsten Ortsverband der Grünen im Landkreis Freising aus der Taufe zu heben. Klenke, so verrät er, hat auch eine Kurzpräsentation vorbereitet, die aufzeigen wird, was in Allershausen getan werden müsste, um die Klimawende zu schaffen. Weitere Themen, die Interessierte ansprechen sollen, sind nachhaltige Mobilität, Familienpolitik, Gleichstellung, Feminismus, eine vielfältige Gesellschaft, menschenwürdige Flüchtlingspolitik, die Stärkung des Rechtsstaats und der Demokratie.

Aus rund einem halben Dutzend Bürger besteht bis jetzt der engere Kreis, berichtet Klenke. Aber selbstverständlich sei jeder eingeladen mitzumachen, schließlich seien Energiewende & Co. Themen, die einen „gesellschaftlichen Konsens“ benötigen. Zwar sind es noch knapp fünf Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl, doch aus dem Fernziel, auch in der Allershausener Kommunalpolitik grüne Politik zu machen und grüne Themen stärker in den Vordergrund zu stellen, macht Klenke keinen Hehl. Um dann in fünf Jahren schon einen gewissen Bekanntheitsgrad zu besitzen, sei es eben wichtig, jetzt schon aktiv zu werden, Leute für die Sache zu begeistern.

Jeder kann bei der möglichen Gründungsversammlung dabei sein: Erste Sitzung via Zoom

Wer sich am Donnerstag um 19.30 Uhr per Zoom einwählen will, kann das unter dem Link https://zoom.us/j/93296802056 machen. Wie gesagt: Jeder ist willkommen.

Lesen Sie auch: Das sagen die Grünen im Landkreis zur Kanzlerkandidatin.

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