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Ziemlich kreativ geht’s zu in der Allershausener Mittagsbetreuung. Renate Hagn und Gerti Ullrich basteln, malen und spielen mit den Kleinen.

Mittagsbetreuung Allershausen

Freizeit in der Schule

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Mit sechs Kindern wurde 1999 die Mittagsbetreuung in Allershausen gestartet. Jetzt, knapp 20 Jahre später, sind es sechs Betreuerinnen. Und die kümmern sich im Schnitt um 50 Kinder. Ein echtes Erfolgsmodell.

AllershausenHinter der Bühne in der Aula der Grund- und Mittelschule geht es ein paar Stufen hinab. Schon oben an der Treppe hört man, dass dort unten gute Stimmung herrscht, dass dort fröhliche Kinder sind. Es geht hinab zu den vier Räumen, in denen die Mittagsbetreuung untergebracht ist – ein großer Aufenthalts- und Spieleraum, ein kleinerer daneben, dahinter eine Küche mit einem kleinen Kasperltheater, außerdem der ruhige Hausaufgabenraum. Bis zu maximal 55 Kinder werden hier nach der Schule betreut, beaufsichtigt und versorgt. Renate Hagn steht mit einer Liste da und notiert genau, wer wann kommt, wer wie lange bleibt und wer wann abgeholt wird. „Ohne Liste geht es nicht mehr“, sagt Hagn, eine von sechs Betreuerinnen, die sich in den Kernzeiten zwischen 12 und 14 Uhr um den Nachwuchs der Grundschule kümmern. Und: „Wir sind ein eingespieltes Team.“

„Ich brauche das“: Das sagt Marianne Wildgruber über ihre Arbeit mit dem Nachwuchs. Im Laufe der Jahre seien die Anforderungen jedoch anspruchsvoller geworden.

1998, als man an die Einrichtung einer Mittagsbetreuung ging, sah das aber gar nicht so rosig aus: Nur fünf Kinder wurden anfangs angemeldet. Trotzdem glaubten die Verantwortlichen in der Gemeinde, auch Bürgermeister Rupert Popp, dass so ein Betreuungsangebot bis 14 Uhr notwendig sei. Und die Zeit gab ihnen Recht. Seit Jahren ist die Mittagsbetreuung bis auf den letzten Platz ausgebucht, seit 2013 gibt es sogar eine zweite Gruppe, in der die Kinder bis 15.30 Uhr betreut werden. Und seit 2016 können die Eltern auch „halbe Plätze“ buchen, das heißt, ihr Kind nur an einem oder zwei Tagen pro Woche in die Mittagsbetreuung schicken.

Ein großer Vorteil des Allershausener Modells: Die Räume für die Mittagsbetreuung sind im Schulhaus untergebracht, die Kinder müssen das Gelände nicht verlassen, in der Schulmensa gibt es täglich frisch zubereitetes Mittagessen.

„Ich brauche das.“ Der Satz, der von den Eltern und von den mit Begeisterung spielenden und bastelnden Kinder stammen könnte, kommt aus dem Mund von Marianne Wildgruber. Sie ist bereits seit 1998 Betreuerin, könnte, so sagt sie, schon in Rente gehen. Will sie aber nicht. Denn die Arbeit mit Kindern hält sie fit – auch wenn die Anforderungen im Lauf der Jahre immer anstrengender und anspruchsvoller geworden seien, wie Wildgruber auf 20 Jahre Kinderbetreuung zurückblickt.

„Wir sind keineNachhilfelehrer“

Im Raum daneben sitzt Gerti Ullrich auf einem niedrigen Stuhl und leitet den Nachwuchs beim Basteln und Malen an. Im Hausaufgabenraum ist an jenem Tag fast nichts los. Der Grund ist einfach: Die meisten Schüler waren heute auf einem Ausflug. Hausaufgaben? Fehlanzeige! Normalerweise ist das anders. „Wir sind keine Nachhilfelehrer“, betont Hagn, aber selbstverständlich gebe man den Kleinen Hilfestellung. Und wenn ein Grundschüler mal vergessen hat, was er eigentlich an „Hausi“ zu erledigen hätte, dann forschen die Betreuerinnen auch einmal beim Lehrerkollegium nach. Auf dem kurzen Dienstweg sozusagen. Auf dem ganz kurzen.

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