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Für die doppelte Sicherheit: Allershausen stattet Schule mit Luftreinigungsgeräten aus

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Von: Nico Bauer

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Lüften und Filtern: In Allershausen wurden Luftreinigungsgeräte in Betrieb genommen. Mit dabei (v. l.) Bürgermeister Martin Vaas, die Allershausener Mutter Tanja Göbel-Nowak, Konrektor Oliver Kölbl, Schulleiter Georg Riedel und Xaver Kollmer.
Lüften und Filtern: In Allershausen wurden Luftreinigungsgeräte in Betrieb genommen. Mit dabei (v. l.) Bürgermeister Martin Vaas, die Allershausener Mutter Tanja Göbel-Nowak, Konrektor Oliver Kölbl, Schulleiter Georg Riedel und Xaver Kollmer. © Bauer

Die Technik ist „angenehm leise“, schwärmen Lehrer und Schüler. Zudem erfüllen sie alle Vorgaben, um Zuschüsse abzugreifen - die Luftreinigungsgeräte in der Schule Allershausens.

Allershausen - Die große Lieferung für die Gesundheit aller ist an der Grund- und Mittelschule in Allershausen eingetroffen. Für Lehrer, Eltern und Gemeinde war die Aufstellung der Luftreinigungsgeräte Anlass zur Freude. Dafür nimmt die Kommune 122 000 Euro in die Hand. Bürgermeister Martin Vaas zeigte sich stolz, dass man zusammen mit der einheimischen Firma „Membrane_Experts“ die Geräte ohne monatelange Lieferzeit zeitnah anschaffen konnte: Die Firma bekam als bayerischer Vertriebspartner des Herstellers UVC Clean aus Owen/Teck von der Gemeinde Allershausen den Auftrag über die 94 Luftreinigungsgeräte in der Schule. Vaas betonte, dass man nun die Geräte habe, die alle rechtlichen Vorgaben erfüllen und damit den Zuschussrichtlinien entsprechen würden.

In den ersten Nutzungsstunden stellten Lehrer und Schüler fest, dass die Technik zur Luftreinigung angenehm leise läuft. „Wir sind alle sehr froh“, sagte Schulleiter Georg Riedel, „denn die Geräte vervollständigen unser Hygienekonzept. Auch die Eltern freuen sich. Es ist schön, dass die Kommune so schnell gehandelt hat.“ Für Martin Vaas endete auch ein arbeitsreiches Projekt. „Anfangs gab es ja für die Zuschuss-Richtlinien keine Geräte, die alle Vorgaben erfüllen“, sagte der Bürgermeister. Zu laute Geräte seien nicht das Problem gewesen, aber der Durchsatz. Organische Teilchen müssen zu 99,5 Prozent mit den Geräten aus der Luft gefiltert werden. Xaver Kollmer, Geschäftsführer von Membrane_Experts, verwies bei der in Allershausen eingesetzten Technik mit 99,9 Prozent eine extrem hohe Effektivitätsquote.

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In den Klassenräumen werden an den Wänden gegenüber der Fenster drei bis vier Geräte aufgestellt, die so Teil der Luftzirkulation im Raum sind. Kollmer machte deutlich, dass die falsche Positionierung ebenso wenig bringe, wie eine zu geringe Anzahl von Geräten. „Wir wollten nichts kaufen, was in den nächsten Jahren irgendwo herumsteht“, sagte Martin Vaas, der den höheren Anschaffungskosten einen geringeren Wartungsaufwand gegenüberstellen kann.

Ihm bestätigte der ortsansässige Unternehmer, dass die Geräte auch nach der Coronapandemie noch Sinn machen: „In Firmen sind die Krankheitstage der Mitarbeiter mit dem Einsatz der Luftreinigungsgeräte um rund zehn Prozent zurückgegangen.“ In Allershausen soll die Technik auch nach Corona mithelfen, dass die Kinder weniger krank werden.

Seitens der Eltern war die Allershausener Mutter Tanja Göbel-Nowak bei der Inbetriebnahme vor Ort. „Wenn man sich in die Thematik etwas einarbeitet, sieht man schnell, dass Lüften alleine nicht ausreicht“, sagte die Frau, die sich für den Einsatz von Lüftungsgeräten in möglichst vielen Schulen des Landkreises einsetzt. Lüften und die Technik zusammen seien, so sagt sie, vergleichbar mit der doppelten Sicherheit für jeden Autofahrer: „Da benutzt man auch den Gurt und dazu den Airbag.“

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