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Blick zurück und Blick voraus: Bürgermeister Rupert Popp konnte bei der Bürgerversammlung am Donnerstag von Licht und Schatten berichten. Rund 50 Interessierte waren in den Fuchswirt geko mmen. 

Bürgerversammlung Allershausen

Das Geld fließt, der Verkehr steht

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Wenn die Glonnbrücke in Allershausen saniert wird, dann schwant Bürgermeister Rupert Popp nichts Gutes. Und auch beim betreuten Wohnen und bei der Ortsumfahrung läuft es nicht ganz rund. Trotzdem: Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag im Fuchswirt ging es ruhig zu.

Allershausen „Da sind Sie aber glimpflich davongekommen“, urteilte Bürgermeister Rupert Popp. Denn angesichts dessen, was ab Ende Mai auf Allershausen und die Umgebung zukommt, wenn die Glonnbrücke wegen einer Sanierung für vier Monate komplett gesperrt wird, hätte der Allershausener Rathauschef mehr Tadel und Kritik für Albert Frost erwartet. Der Mann vom Staatlichen Bauamt war am Donnerstag in den Fuchswirt geladen worden, um bei der Bürgerversammlung über das Vorhaben zu berichten. Frost rechtfertigte dabei, wieso die Brücke aus dem Jahr 1977 generalsaniert werden muss, und wieso eine einseitige Sperrung oder auch eine Behelfsbrücke nicht möglich seien. Popp war sich sicher: Weil „Insider“ in diesen vier Monaten nicht die weiträumigen Umleitungen über Staats- und Bundesstraßen nutzen werden, sondern sich auch Dank „Navi“ durch kleine Dörfer quälen werden, werde das „für viel Ärger rundherum sorgen“.

Apropos: Verkehr. Auf eine Ortsumfahrung müsse man noch lange warten, da habe das Staatliche Bauamt die Planungen praktisch auf Null gesetzt und starte mit den Voruntersuchungen neu (wir haben berichtet). Derzeit laufe eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung, danach beginne die Untersuchung zu verschiedenen Trassenvarian-ten. Auch eine Nordumfahrung werde geprüft. Die Ergebnisse werde man zusammen mit dem Staatlichen Baumt der Öffentlichkeit präsentieren, kündigte Popp an.

Ärger stehe auch bei der Androhung einer Normenkontrollklage gegen das betreute Wohnen ins Haus, so Popp. Und auch der Dauerbrenner Jobsterstraße sorge nach wie vor „für Stunk und Streit“, so berichtete Popp. Mehrfach sei es zwischen Fußgängern, Radfahrern und Pkw-Lenkern schon beinahe zu Prügeleien gekommen.

Doch grundsätzlich läuft es in Allershausen gut. Beispiel: „Ende gut, alles gut“ – so das Fazit des Bürgermeisters zu der Eröffnung der Glonnterrassen im Sommer 2017.

6088 Menschen leben derzeit in Allershausen, davon 5760 mit Erstwohnsitz, begann Popp den traditionellen Blick auf die Statistik. Auch wenn es schon Jahre gab, in denen die Bevölkerung stärker zugenommen habe, so sei der Trend klar: Allershausen wachse von Jahr zu Jahr. Der Ausländeranteil, der 2008 bei 8,17 Prozent gelegen habe, sei bis 2016 rasant auf 20,4 Prozent gestiegen, berichtete Popp, in 2017 aber leicht auf 19,36 Prozent gesunken. Die meisten Ausländer kämen aus Rumänien (166), Ungarn (160), Polen (139) und Kroatien (135), gefolgt von der Türkei (46).

Und dann ging es ums Geld: Mit 10 und 10,6 Millionen Euro seien die Jahre 2016 und 2017 Rekordjahre bei den Investitionen gewesen. Ein anderer Rekord: Mit 8,5 Millionen Euro seien im vergangenen Jahr die Einnahmen aus Steuern so hoch gewesen wie nie zuvor. Gleichzeitig seien aber auch die Umlagen so hoch gewesen wie nie (über fünf Millionen).

Und dann zeigte Popp zwei Statistiken, die sicherlich zu seinen Lieblingen gehören: Seit dem Jahr 2000 kommt die Gemeinde Allershausen ohne neue Kreditaufnahmen aus und seit 2008 ist man schuldenfrei.

55 Minuten dauerte der Rückblick auf 2017 und der Ausblick auf 2018. Dazu kamen 15 Minuten, in denen es um die Glonnbrücke ging, plus zehn Minuten kurze Diskussion mit den rund 50 interessierten Bürgern. Es ging eben ruhig zu am Donnerstag.

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