Musikalische Früherziehung bietet die Musikschule Ampertal seit einem Jahr im Kindergarten Allershausen an. Die Gemeinde zeigte sich großzügig.
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Musikalische Früherziehung bietet die Musikschule Ampertal seit einem Jahr im Kindergarten Allershausen an. Die Gemeinde zeigte sich großzügig.

Musikalische Früherziehung

Gemeinde Allerhausen zeigt sich großzügig: „Eine tolle Sache“ geht in die Verlängerung

  • Andrea Beschorner
    VonAndrea Beschorner
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Ein Pilotprojekt hat die Musikschule Ampertal gestartet und musikalische Früherziehung im Kindergarten angeboten. Jetzt gab es eine Bilanz. Und eine großzügige Zusage.

Allershausen - Die Rückmeldungen, die Marion Ellenbrock nach diesem Jahr von den Eltern bekommen hat, hätten ihre Erwartungen übertroffen, wie sie in der jüngsten Gemeinderatssitzung erzählte, als sie vor dem Gremium Bilanz zog: „Das Interesse an Musik ist bei den Kindern gestiegen, sie haben Taktverständnis entwickelt, Konzentration und Sprachentwicklung haben sich verbessert, und das Interesse am Tanzen wurde geweckt“, fasste die Kindergartenleiterin zusammen, was ihr in den vergangenen Wochen zugetragen worden war. Für sie und ihr Team sei es „einfach nur schön gewesen, zuzuschauen“, wie Annika Popp mit den Kindern gearbeitet habe. „Sie hat eine wunderbare Art, die Kinder zu führen, sie mit Geduld und Leichtigkeit für die Musik zu begeistern – das können wir Erzieherinnen im Kindergartenalltag nicht leisten.“
Es war vor einem Jahr die Idee der Leiterin der Musikschule Ampertal, Karin Schlagintweit, den Kleinen während der Pandemie trotz widriger Umstände und geschlossener Musikschule dennoch die musikalische Früherziehung angedeihen zu lassen. Schlagintweits Weg führte sie an die Kindergärten bzw. deren Träger. Die Gemeinde Allershausen konnte sie sofort dafür begeistern. So sind ein Jahr lang sämtliche Vorschulkinder des Gemeindekindergartens in den Genuss der musikalischen Früherziehung gekommen. „Ehrlich gesagt, hätte ich mir zu Beginn nicht gedacht, dass das so eine tolle Sache ist“, sagte Ellenbrock. Kinder mit ganz unterschiedlichem Bezug zur Musik hätten alle begeistert an dieser Stunde teilgenommen.

Doch Schlagintweit und Ellenbrock waren nicht nur in die Sitzung gekommen, um von dem wunderschönen Erfolg des Pilotprojekts zu berichten. „Die Eltern fragen uns schon, ob es das im kommenden Kindergartenjahr wieder geben wird“, so Ellenbrock, die das Gremium um ein weiteres Jahr Unterstützung bat.

Lange bitten musste sie nicht, denn die Gemeinderäte – einige Mitglieder hatten selbst positive Rückmeldung von den Eltern erhalten – zeigten sich ebenfalls begeistert. „Wieso soll man etwas wieder abstellen, wenn es sich bewährt hat?“, sagte etwa Peter Colombo und richtete gleichzeitig einen Appell an seine Kollegen, sich auch langfristig etwas zu überlegen, um musikalische Früherziehung in Allershausen anbieten zu können.

Josef Lerchl bekräftigte, dass die Kleinen an Computer und Handys jederzeit auch ohne Unterstützung der Gemeinde rankämen, „anders als an Musik und Kultur: Die Kinder da ranzuführen, da brauchen sie uns.“ Anna Gründel hätte sich gewünscht, das Angebot nicht nur den Spatzennestkindern zu machen. Laut Bürgermeister Martin Vaas habe die Musikschule das Angebot allen Einrichtungen unterbreitet, nur das Spatzennest habe es angenommen. Das Ganze wurde – einstimmig – für ein weiteres Jahr verlängert. Kosten: rund 12 000 Euro (21 Euro pro Kind).

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