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Alles kaputt: Rüdiger Schönenberg erläuterte den Gemeinderäten, welche Schäden festzustellen seien – und wie sie behoben werden sollten.

Allershausen

Imagepflege für das Gewerbegebiet

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Frostbeulen, Risse, Löcher – die Kesselbodenstraße ist wahrlich kein Schmuckstück. Jetzt will die Gemeinde die Erschließungsstraße im Gewerbegebiet Kammerfeld auf Vordermann bringen. Bäume und Parkbuchten inklusive.

Allershausen – Es war warm. Der Asphalt war heiß. Es war eben ein heißes Pflaster, auf dem sich der Gemeinderat am Dienstag eine Stunde lang bewegte. Denn das Ambiente des Spaziergangs hätte schöner sein können. Die Ortsbesichtigung und Inspektion der Kesselbodenstraße machte deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Eine Sanierung samt Umbau der Straße wurde beschlossen. Jetzt soll der Arbeitskreis die Entwurfsplanung von Ingenieur Rüdiger Schönenberg besprechen, dann werden die Anlieger informiert und ebenfalls nach ihren Vorschlägen befragt, und dann soll es losgehen.

Die Randsteine, normalerweise haltbar für die Ewigkeit, bröseln vor sich hin, brechen ab. Die Rinnsteine sind verschoben. Die Straße gleicht einem Fleckerlteppich, überall sind Risse im Asphalt zu sehen, teilweise ist die Straße abgesackt, teilweise haben Baumwurzeln die Asphaltdecke aufgerissen. Immerhin: Probebohrungen haben gezeigt, dass der Unterbau tragfähig ist.

Schönenberg legte auch dar, was nun mit der Straße geschehen sollte: Im östlichen, aus den 70er Jahren stammenden Teil soll die jetzt sehr breite Fahrbahn auf 7,5 Meter verengt werden. Parkplätze für Pkw-Senkrechtparker sollen entstehen, dazwischen Bäume, um das Parken von Lkw zu vermeiden. Außerdem ist ein zwei oder 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg vorgesehen. Im westlichen, rund zehn Jahre jüngeren Teil der Straße könne der Straßencharakter fast bleiben wie derzeit. Selbstverständlich wird auf der gesamten Fläche der Asphalt abgefräst und neu aufgebracht.

Doch die Gemeinderäte hatten einige Vorschläge, die Schönenberg als „Hausaufgaben“ mit auf den Weg gegeben wurden: Josef Kortus (CSU) beklagte, es könne nicht angehen, dass man im Gewerbegebiet keine Parkplätze für Lkw habe. „So wird das nicht funktionieren.“ Bürgermeister Rupert Popp (PFW) betonte hingegen, es sei schon immer die Vorgabe gewesen, dass Lkw auf den Grundstücken der Firmen parken müssten. Peter Colombo (PFW) und auch Manuel Mück (CSU) wollten die Aussage von Schönenberg, an der Kreuzung zur Mühlenstraße sei ein Kreisverkehr wegen Platzmangels nicht möglich, nicht so recht glauben: Schönenberg und die Gemeinde sollten doch einmal Gespräche mit den Grundstückseigentümern führen. Zudem soll Schönenberg die Lage der geplanten Querungshilfen in der Mühlenstraße überprüfen. Auf jeden Fall, so Popp, müsse etwas geschehen: „Das gehört zum Imagebild dazu, dass wir das Gewerbegebiet wieder aufpolieren.“

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