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In Allershausen wird Kinderbetreuung teurer - einer stimmt dagegen

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Von: Andreas Beschorner

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Kita-Gesetz
Die Kinderbetreuungsgebühren werden in Allershausen angehoben - mit zweijähriger Verspätung. © Uwe Anspach / dpa

Eltern, deren Kinder eine Kita-Einrichtung in Allershausen besuchen, müssen ab dem kommenden Kindergartenjahr etwas tiefer in die Tasche greifen.

Mit zwei Jahren „Verspätung“ hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Elterngebühren entsprechend eines Grundsatzbeschlusses aus dem Jahr 2018 angehoben. Alle zwei Jahre, so hatte man damals entschieden, sollten entsprechend den Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst die Gebühren angepasst werden. 2020 wäre das also fällig gewesen, wegen der Corona-Pandemie hatte man aber darauf verzichtet.

In diesem Jahr aber nicht: Weil also die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst in 2019 und 2020 insgesamt bei 4,05 Prozent, 2021 bei 1,4 Prozent und in 2022 bei 1,8 Prozent lagen, wurde vorgeschlagen, die Kindergartengebühren auf Grundlage einer linearen Berechnung der Steigerungen um 7,25 Prozent anzuheben.

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Das, so betonte Bürgermeister Martin Vaas, sei wahrlich „nicht ausg’schamt“. Beispielsweise würde dann der Elternbeitrag für einen Vier-Stunden-Platz von 95 auf 101,89 Euro pro Monat steigen, bei einer Buchungszeit von mehr als zehn Stunden von 167 auf dann 179,11 Euro. Hinzukommen jeweils zehn Euro Spiel- und Getränkegeld, was gerundet zu Gebühren von 111,50 beziehungsweise 189 Euro führt.

Angehoben werden soll auch das Essensgeld – von derzeit 3,20 auf vier Euro. Der Gemeinderat folgte diesem Empfehlungsbeschluss. Einzige Gegenstimme: Sepp Lerchl (SPD). In der Gemeinde Hohenkammer verlange man beispielsweise gar keine Gebühren, so sein Argument. Weil Allershausen ja „keine arme Gemeinde“ sei, sollte man diesem Beispiel folgen. Und wenn schon nicht das, dann sollte man wenigstens auf eine Erhöhung verzichten, so seine Bitte.

Doch seine Kollegen im Gemeinderat sahen das anders: Wenn es um die Streichung von Kita-Gebühren geht, dann sei der Freistaat gefragt, so Bianca Kellner-Zotz (CSU). Zudem gelte schon die Regel, dass „nichts wert ist, was nichts kostet“. Und eine gute Bezahlung für das Kindergartenpersonal sei ja wohl auch Konsens. Max Raith (PFW) sah das genauso: „Gute Leistung muss bezahlt werden.“ Zudem forderte er wie Fraktionskollegin Anna Gründel, dass man den 2018 gefassten Grundsatzbeschluss „durchziehen“ müsse. Und das tut man jetzt.

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