Planung für das Eggenberger Feld

In Reihe und als Riegel

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Riegelbebauung im Westen zur Autobahn hin, viele Doppel- und Einfamilienhäuser, außerdem eine Kindertagesstätte – es ist die Variante VII, auf deren Grundlage jetzt das Baugebiet „Eggenberger Feld Süd“ weiterentwickelt werden soll.

Allershausen – Im Jahr 2015 hatte sich der Allershausener Gemeinderat dazu entschlossen, ein neues Baugebiet auszuweisen. „Einheimischenmodell“ war die Devise. Jetzt wurde dem Gemeinderat die Variante für das Eggenberger Feld Süd vorgestellt, die ein Arbeitskreis favorisiert hatte.

Und auch der Gemeinderat zeigte sich angetan und begeistert von der Planung, die Nasser Bazarganipour vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum vorstellte. Wie Bürgermeister Rupert Popp zuvor betont hatte, sei bei der Erarbeitung des Plans vor allem die Frage des Lärmschutzes von zentraler Bedeutung gewesen. Ein schallschutztechnisches Gutachten hatte nämlich ergeben, dass selbst entlang der Jobsterstraße im Osten – also am weitesten von der Autobahn A 9 entfernt – in der Nacht der Grenzwert von 49 dB(A)mit 53 dB(A) weit überschritten werde. Die Lösung, wegen der laut Popp auch das Landratsamt Zustimmung zu diesem Bebauungsplan signalisierte: Im Westen wird das Gebiet durch vier Geschoßwohnungsbauten und mehrere Reihenhäuser (jeweils dreistöckig) so bebaut, dass diese Häuser als Lärmschutz dienen. Im mittleren Bereich wird es Einfamilien- und Doppelhäuser mit zwei Vollgeschoßen, im Osten entlang der Jobsterstraße Einfamilienhäuser mit Erd- und Dachgeschoß geben.

Insgesamt sieht diese Variante mit Grundstücksgrößen zwischen 170 und 500 Quadratmeter 28 Doppelhaushälften, 49 Einfamilienhäuser, 20 Reihenhäuser und vier Geschoßwohnungsbauten vor. An zentraler Stelle, östlich direkt an die Jobsterstraße angebunden, ist die Kindertagesstätte vorgesehen – eine Situierung, die laut Bazarganipour verhindern soll, dass Verkehr in das Wohngebiet gezogen wird.

Die meisten Gemeinderäte befürworteten die vorgelegte Planung: Sepp Lerchl (SPD) fand sie „ganz toll“, sie gefalle ihm sehr gut. Auch Manuel Mück (CSU) sprach von einer „sehr gelungenen Planung“. Nina Huber (PFW) stimmte in den Chor derer, die sich mit der Planung anfreunden konnten, ein. Der im Westen vorgesehen Grünzug sei toll, die Riegelbebauung im Westen gut und die geplante Tiefgarage zeitgemäß. Huber regte lediglich an, ob man nicht angesichts des Siedlungsdrucks zu Gunsten von mehr Geschoßwohnungsbau auf einige Reihenhäuser verzichten sollte. Diese Anregung brachten danach auch Anton Schrödl (CSU) und Anna Gründel (PFW) vor. Popp und der Stadtplaner versprachen, die Variante zu prüfen.

Einzig gegen diese Variante stimmte Helmut Zwingler (CSU): Er sei „erschrocken“. Die Jobsterstraße müsse unbedingt verbreitert werden, er beantrage jetzt schon ein Parkverbot im Süden an der Rampe über die A 9, und überhaupt könne er einem Baugebiet, in dem es nur Stichstraßen gebe, nicht zustimmen. Popp betonte, der Erschließungsplan werde erst aufgestellt und im gesamten Baugebiet gebe es nur eine Stichstraße – und die sei mit einem Wendehammer ausgestattet. Trotzdem: Zwingler blieb bei seiner Ablehnung, stimmte dagegen, dass auf dieser Grundlage weiter geplant werde. Der Wunsch von Popp (und wohl auch von 84 Antragstellern im Einheimischenmodell): Ab Herbst 2019 rollen die Bagger.

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