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Kindergarten und mehr: Im Allershausener Eggenberger Feld Süd geht’s voran

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Von: Andreas Beschorner

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Warten auf eine Zuteilung: Das Eggenberger Feld in Allershausen stellt die Bewerber auf eine Geduldsprobe.
Das Eggenberger Feld Süd in Allershausen war wieder Thema im Gemeinderat. © Nico Bauer

Im neuen Baugebiet Allershausens geht es weiter voran, etwa was den Kindergarten angeht. Und es gab Kritik aus dem Landratsamt.

Allershausen – Es tut sich was im Eggenberger Feld Süd: Der Allershausener Gemeinderat hat am Dienstag diverse Planungsaufträge für den dort angedachten fünfgruppigen Kindergarten vergeben. Außerdem hat man Beschlüsse zu den Stellungnahmen gefasst, die zu der im September 2021 gebilligten Änderung des Bebauungsplans eingegangen waren. Für fünf Gewerke braucht man Fachplaner, um den geplanten Kindergarten im Eggenberger Feld Süd nicht nur bauen zu können, sondern dafür auch Zuschüsse des Freistaats zu erhalten.

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Und so wurden am Dienstag nach Auswertung der Angebote folgende fünf Aufträge vergeben: Um die Statik kümmert sich das auf Holzbauten spezialisierte Ingenieurbüro Merz Kley & Partner aus Heilbronn, das mit rund 122.000 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär liegt beim Büro HPE Hofmann Planung und Entwicklung GmbH aus Johanniskirchen zum Preis von rund 80 000 Euro, die Landschaftsplanung ging für 82.500 Euro an das Büro Einödshofer Landschaftsarchitekt Stadtplaner aus Scheyern, und alles, was die Bauphysik betrifft, ist Sache des Ingenieurbüros Horstmann + Berger aus Altensteig, das für etwas mehr als 24.000 Euro den Zuschlag erhielt. Erstaunlich war das Ausschreibungsergebnis für die Elektro-Fachplanung. Da waren zwei von drei Angeboten auf den Cent gleich: 72.429,22 Euro. Den Zuschlag erhielt das Büro HPE.

Und dann ging es am Dienstag noch um die Stellungnahmen, die im Zuge der neuerlichen Auslegung des B-Plans eingegangen waren. Die Auslegung war notwendig geworden, weil man den B-Plan im westlichen Bereich so geändert hatte, dass eine verbesserte Schutzwirkung vor Umgebungsimmissionen erreicht und ein zusammenhängendes „Grün-Band“ am westlichen Gebietsrand sichergestellt werden kann. Dabei war die Stellungnahme des Sachgebiets 41 (Altlasten) des Landratsamts zwar nicht neu, aber von Belang: 1,48 Hektar groß sei das Plangebiet, was im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit Flächen in Bayern und umgerechnet auf die Gemeindegröße von Allershausen mehr als das Doppelte des jährlich empfohlenen Flächenverbrauchs von 0,69 Hektar bedeute.

Die Stellungnahme der Gemeinde dazu war recht deutlich: Bei der letzten Änderung des Flächennutzungsplans im Jahr 2019 sei eine großflächige Neuausweisung von Bauflächen vermieden worden, heißt es. Das Baugebiet „Eggenberger Feld Süd“ stelle die größte bauliche Entwicklungsmaßnahme im Gemeindegebiet Allershausens in den vergangenen Jahren dar, die Realisierung erstrecke sich über mehrere Jahre.

„Es ist daher davon auszugehen, dass im Durchschnitt die Richtwerte der jährlichen Flächenversiegelung im Gemeindegebiet eingehalten werden“, lautet also der Beschlussvorschlag. Und so konnte die geänderte Fassung des Bebauungsplans als Satzung beschlossen werden. Einstimmig.

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