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Gesegnete Kartoffeln: Diakon Arsatius Regler und Pfarrer Matthias Schwarzer bereiteten das Auslegen vor.

Ökumenisches Projekt der besonderen Art in Allershausen

Die Kirchenkartoffel ist in der Erde

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Ein bisschen teilhaben an der Schöpfung Gottes, säen und ernten, dabei aber auch Spaß haben – das war am Freitagnachmittag das Ziel einer ganz besonderen Aktion: Auf einem Acker neben dem Volksfestplatz in Allershausen hatten sich die Aktionäre eingefunden, die an der ökumenischen Aktion „Kirchenkartoffel“ teilnehmen.

Bitte Platz nehmen: Die Kartoffeln wurden mittels einer Legemaschine indie Erde gebracht.

AllershausenDiakon Arsatius Regler und Pfarrer Matthias Schwarzer begrüßten die kleinen und großen Aktionäre zu einer Feldandacht. Am Vormittag des Freitag waren bereits rund 120 Kinder aus drei Kindergärten vor Ort gewesen, um im wahrsten Sinn des Wortes das Feld für die Auslegung der Kartoffeln am Nachmittag zu bereiten. 1000 Quadratmeter Acker lagen also für die „lieben Kartoffelaktionäre“ bereit, wie Regler die Teilnehmer an der Aktion begrüßte.

Ein Bild für Götter

Ein Blick auf die Aktionäre, dahinter der Acker, strahlend blauer Himmel – „ein Bild für Götter“, sagte Regler. Der Diakon erinnerte bei der kurzen Feldandacht an die Schöpfungsgeschichte der Bibel. Und so wie Gott die Welt und das Leben erschaffen habe, werde man jetzt auch ein ganz kleines Stück teilhaben an dieser Schöpfung. Die Aktion solle im übertragenen Sinn des Wortes „Frucht bringen“ – nämlich indem man erkenne, was alles daran hänge, damit die Kartoffel gedeihe. Nach der Segnung der Kartoffeln, die zum Auslegen vorbereitet waren, nach einem gemeinsamen „Vater unser“ hieß es dann „ran an die Kartoffeln“.

Großes Gedränge

Teilhaben an der Schöpfung: Bei einer Feldandacht wurden die Aktionäre unter strahlend blauem Himmel auf das Projekt Kirchenkartoffel eingestimmt.

Die Erwachsenen schleppten die großen Säcke zum Traktor mit der Legemaschine, die kleinen Aktionäre mühten sich mit kleineren Kartoffelsäcken ab. Das war schon anstrengend, die Früchte in die dafür vorgesehenen Behälter zu kippen, zumal das Gedränge ziemlich groß war.

Aber jeder kam dran, jeder durfte seine eigenen Kartoffeln legen. Manche durften auch auf der Legemaschine Platz nehmen, die aus dem Behälter herabfallenden Früchte per Hand einsortieren, damit die Legung auch ja exakt vor sich ging. Je zehn Quadratmeter hatten 12 Euro gekostet – da waren die Pflanzkartoffeln freilich schon im Preis inbegriffen.

Mit der Auslegung der Kartoffel am Freitag und der späteren hoffentlich reichen Ernte ist es freilich nicht getan. Sich um den Bifang kümmern, Unkraut jäten, schauen und prüfen, wie sich die Stauden entwickeln – all das sind die nun anstehenden Aufgaben für die Kartoffelaktionäre. Und hoffen, dass das Wetter passt und zum Gedeihen der Früchte beiträgt. Wenn alles gut läuft, kann man pro Aktie auf einen Ertrag von 15 bis 20 Kilogramm Kartoffeln hoffen. Dann trifft man sich wieder auf dem Acker von Landwirt Ralf Huber neben dem Volksfestplatz.

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