Der Volksfestplatz bleibt dem Volksfest vorbehalten. Außer gemeindlichen Veranstaltungen will der Gemeinderat hier nichts anderes genehmigen. Damit möchte man vor allem die Anwohner vor Lärm schützen.
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Der Volksfestplatz bleibt dem Volksfest vorbehalten. Außer gemeindliche Veranstaltungen will der Gemeinderat hier nichts anderes genehmigen. Damit möchte man vor allem die Anwohner vor Lärm schützen.

Gemeinderat lehnt Anfrage einer örtlichen Firma ab

Lärm und „unheimlich viel Verkehr“: Nein zu Messe auf dem Allershausener Volksfestplatz

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Eine Allershausener Firma hätte gerne eine Messe für Jagdausrüstung auf dem Volksfestplatz abgehalten. Der Gemeinderat aber möchte das nicht.

Allershausen - Die Nutzung des Allershausener Volksfestplatzes bleibt gemeindlichen Veranstaltungen vorbehalten. Der Gemeinderat lehnte mehrheitlich die Anfrage einer örtlichen Firma ab, am 16. Oktober auf dem Gelände eine Messe für Jagdausrüstung abzuhalten. Man will den Platz schonen und sich Ärger mit den Anwohnern ersparen.
Bürgermeister Martin Vaas hatte den Antrag der Firma unter „Verschiedenes“ vorgetragen: Danach sollten am 15. Oktober die Aufbauarbeiten für die Messe stattfinden, tags darauf dann von zehn bis 18 Uhr in neun Zelten die Ausstellung stattfinden. Dem stehe, so Vaas, ein Beschluss des Gemeinderats entgegen, der die Nutzung des Volksfestplatzes ausschließlich für Volksfest, Maibaumaufstellen und andere gemeindliche Veranstaltungen gestattet. Grund für diese Regelung waren frühere private Veranstaltungen, die aufgrund der Lärmbelästigung für Ärger und Widerstand bei den Anwohnern geführt hatten.

Die Frage sei nun also, ob man an dem Beschluss festhalten oder die Messe genehmigen sollte. Manuel Mück (CSU) sagte, seiner Meinung nach solle man auf jeden Fall an dem Beschluss festhalten und keine Probleme mit den Anwohnern heraufbeschwören. Zudem bestehe die Gefahr, dass dann auch andere Firmen auf die Idee kommen könnten, Anträge zur Nutzung des Volksfestplatzes zu stellen.

Mit Lärm ist zu rechnen

Dass durchaus mit Lärmbelästigungen zu rechnen sei, bestätigte auch PFW-Gemeinderat Friedrich Moser: Die Firma habe bei ihm, dem Feuerwehr-Kommandanten, angerufen und angefragt, ob die Wehr „die Kinder bespaßen“ könnte. Er habe das abgelehnt. Zudem sei eine solche Jagdmesse ja auch nichts, was weiten Teilen der Allershausener Bevölkerung etwas bringe. Und auch Peter Colombo (PFW) stellte fest: „Wir sollten an dem bestehenden Beschluss festhalten.“ Anna Gründel (PFW) ergänzte, diese Messe würde „unheimlich viel Verkehr“ anziehen. Zudem würde der Platz, der auf das Zelt beim Volksfest ausgerichtet sei, unter dem Bohren von neuen Löchen für neun Zelte leiden. Josef Kortus (CSU) sagte, er könne sich eine Genehmigung höchstens dann vorstellen, wenn man von der Firma eine Kaution von mindestens 5000 Euro verlange.

Hotels und Gaststätten hätten profitiert

Eine Genehmigung ausgesprochen hätte beispielsweise Josef Lerchl (SPD). Sein Argument: Es sei eine einheimische Firma, die Messe finde nur tagsüber statt. Und vielleicht könnten auch die Gasthäuser und Hotels in Allershausen davon profitieren, wenn viele Gäste in die Ampertalgemeinde kämen und möglicherweise hier auch übernachteten. Franz Groszek (CSU) hätte ebenfalls mit der eintägigen Messe „leben können“. Am Ende aber sprach sich die große Mehrheit des Gemeinderats mit drei Gegenstimmen dafür aus, den bestehenden Gemeinderatsbeschluss zu bestätigen und damit dem Antragsteller die Durchführung der Messe zu verweigern.

Die Firma könne ja in der Ampertalhalle ihre Messe durchführen, so Moser: Dort sei alles vorhanden – Strom, Wasser, Toiletten –, für die Halle gebe es auch eine Gebührensatzung. „Mit dem Schießen wird’s halt a bissl schwierig.“

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