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Szenenapplaus am laufenden Band: Das Premierenpublikum im bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrsaal hat sich bei dem Stück „Gspenstermacher“ köstlich amüsiert.

Laientheater Allershausen spielt Gspenstermacher

Giftspritzen, Hallodris und jede Menge Szenenapplaus

Allershausen - Was für ein Stück, was für eine Besetzung. Der Dreiakter „Gspenstermacher“ hat Kultcharakter. Wegen seiner derben Dialoge, wegen seiner grotesken Handlung und seiner skurrilen Figuren.

Selten so gelacht, mag sich so mancher Premierenbesucher gedacht haben bei der von Regisseur Norbert Stadler und dem Laientheater Allershausen brillant in Szene gesetzten Komödie. Das Ensemble wartete etwa mit zwei Giftspritzen vor dem Herrn auf, die eine Pointe nach der anderen setzten. Paraderollen für Hauptdarstellerin Martina Obermeier als Moorwirtin Rosa und ihr Pendant Vevi Veichtl, gespielt von Birgit Escher. Beide schenkten sich nichts. Denn beide haben es auf den „Schuaster Jackl“ (Sebastian Huber) abgesehen. Wenngleich die Moorwirtin besser mit den Waffen der Frau zu kämpfen weiß. Auf eine sehr direkte, unmissverständliche Art und Weise, was reichlich Anlass für Szenenapplaus bot. Denn hatten sich auch die Schlüsselfiguren in dem ganzen Kuddelmuddel um eine Flasche Gift und zwei in die Not gesprengte Totengräber verdient. Die Rede ist von Leo Gamperl und Josef Penger, die als „Schippe“ und „Schaufe“ regelrecht über sich und ihr schauspielerisches Talent hinauswuchsen. Penger und Gamperl vergaßen alles um sich herum, gingen in ihren Rollen als Hallodris auf. Erst wollten sie ja gar niemand vergiften, aber als man ihnen von Amtswegen die Friedhofs-Pauschale wegnimmt und sie nur noch für die wenigen Todesfälle im Ort bezahlt werden sollen, passieren plötzlich seltsame Dinge. Als erstes Opfer stellt sich die Moorwirtin, als zweites ihre Widersacherin Vevi heraus. Ein Traum für zwei Schauspielerin wie Obermeier und Escher. Ein Traum auch für die Theaterbesucher, die sich mit den „Geistermachern“ und den aberwitzigen Folgen ihres Handeln köstlich amüsierten. Über drei kurzweilige Akte hinweg, bei denen selbst Nebenrollen wie die des Knechtes Leo, dargestellt von Bernhard Weingartner oder der „Lena“, gespielt von Ricarda Rücker, Gelegenheit boten, sich auszuzeichnen.

Alexander Fischer

Gut zu wissen

Die „Gspenstermacher“ sind noch am Samstag, 16., und am Sonntag, 17. April, sowie am Freitag, 22., und am Samstag, 23. April, zu sehen.

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