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Und dahin geht’s im „Blitzi“-Gespann: Benedikt, Magdalena, Katharina und Johanna – geführt von Mama Marion Spicker aus Leonhardsbuch.

Leonhardiritt in Leonhardsbuch

Ein großer Tag – nicht nur für „Blitzi“

Prachtvoll geschmückte Pferde, festlich verzierte Kutschen und viele glückliche Kindergesichter: das alles gab es am gestrigen Sonntag beim Leonhardiritt in Leonhardsbuch zu sehen. Zur Pferdesegnung nach uralter bayerischer Tradition waren wieder viele hundert Besucher ins Ampertal gekommen. Um den Segen für Ross und Reiter bat der katholische Pfarrer im Pfarrverband Allershausen, Robert Urland.

Leonhardsbuch

Alle Jahre komme er mit seiner Familie nach Leonhardsbuch, erzählt Achim Zimmer aus Fürholzen. Die beiden braven Haflingerhengste Andy und Nestor hatten auch heuer wieder die Wagonette-Kutsche sicher die Anhöhe über die Buchstraße zur Leonhardi-Halle hinauf gezogen. Dort hatten sich bereits am späten Vormittag die Musiker des Oberallershausener Posaunenchors positioniert und begrüßten Ross und Reiter mit schmissigen Marschmelodien. Fesche Damen boten Festzeichen feil, die von den Gästen stolz an das Revers gesteckt wurden.

Ganz besonders aufregend war der Feiertag zu Ehren des Schutzpatrons der Pferde und des Viehs für die Kinder. Benedikt, Magdalena, Katharina und Johanna saßen dicht gedrängt in ihrer einspännigen Kutsche, an die ihr Shetlandpony „Blitzi“ gespannt war. „Für die Kinder ist das heute wirklich die höchste Freude“, sagt Mama Marion Spicker. Die Leonhardsbucherin kann sich an kein Jahr erinnern, an dem man nicht an dem Fest teilgenommen hätte. „Die Kinder pflegen das Pony das ganze Jahr über und irgendwie ist das heute der Höhepunkt.“

Gegen 12 Uhr Mittags setzte sich der lange Zug an Reitern und Gespannen in Richtung Kirchberg in Bewegung. Aufgrund der Sanierungsarbeiten, die derzeit am Kirchenschiff durchgeführt werden müssen, hatte die traditionelle Messe zu Beginn des Leonhardirittes im Feuerwehrhaus stattfinden müssen. Und so dauerte es heuer länger als gewohnt, bis sich die Besucher des Gottesdienstes sowie Pfarrer und Ministranten am Kirchberg eingefunden hatten. Die besten Plätze rund um die Kirche, wo man den besten Blick auf die vorbei ziehenden Pferde hatte, waren auch in diesem Jahr schnell belegt.

Anschließend ging es auf die große Wiese am Kirchberg, wo man den Fürbitten des Geistlichen lauschte und die Segnung der Tiere abwartete. Selbstverständlich bekamen auch die Besitzer einen Spritzer Weihwasser ab. Denn wie hatte es der Priester so schön formuliert: Das Wohl der Tiere hänge in besonderer Weise vom Menschen ab. Verantwortung für alle Lebewesen zu übernehmen, daran erinnere der Tag zu Ehren des „Bauernpatrons“ Leonhard.

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