Sepp Lerchl wollte wissen, was aus den ILE-Projekten geworden ist. 

Der Schuss geht nach hinten los

Lerchls herbe ILE-Kritik

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SPD-Gemeinderat Josef Lerchl hat Kritik an ILE geübt. Und die ist ihm jetzt auf die Füße gefallen. 

Josef Lerchl war unzufrieden. Der SPD-Gemeinderat aus Allershausen hatte sich in einer Sitzung etwas darüber echauffiert, dass aus den Vorschlägen und Anregungen des ILE-Arbeitskreises „Klimafreundliche Mobilität im Ampertal“ noch nichts geworden sei, dass auch das von der ILE Ampertal in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept nicht vorankomme. Bürgermeister Rupert Popp, der Vorsitzende von ILE Ampertal, hatte die Kritik zur Kenntnis genommen, aber seinerseits sauer reagiert: Es dürfe gerne jemand anders den Vorsitz übernehmen. Doch dann wollte Popp den Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen, hat die Beschwerde Lerchls an den Geschäftsführer von ILE Ampertal, den früheren Kirchdorfer Bürgermeister Konrad Springer, weitergeleitet. Dessen Antwort an Josef Lerchl liegt nun vor, wurde von Popp auch an die Presse weitergeleitet.

In dem Schreiben an den „lieben Sepp“ schildert Springer die Bemühungen der ILE, das ÖPNV-Angebot mittels eines Flexibus-Systems zu verbessern. Doch dies, so hatten Gespräche und Untersuchungen ergeben, sei nicht unbedingt praktikabel. Bevor man also irgendwelche Neuerungen durch langwierige Entscheidungsprozesse schicke, ohne zu wissen, ob dies dann wirklich Erfolg zeitige, habe man sich bei ILE nun lieber Partner gesucht – Leader zum Beispiel und den Landkreis –, um ein wissenschaftliches Mobilitätskonzept als Grundlage erarbeiten zu lassen. Springer: „Mit den Ergebnissen des Mobilitätskonzepts hoffe ich auf einen gewissen Zwang, sich mit einer Umorganisation des ÖPNV auseinanderzusetzen, da ja die maßgeblichen Institutionen selbst Auftraggeber sind.“ Aus Sicht Springers ist das angestrebte Mobilitätskonzept der erste Schritt zur Umsetzung der von der Arbeitsgruppe Klimafreundliche Mobilität bereits erarbeiteten Vorschläge. „Vielleicht gibt es auch andere, schnellere Wege. Doch dieser Weg hat jetzt die erforderlichen Mehrheiten gefunden!“

Auf Lerchls Forderung, man solle vielleicht doch einen anderen Koordinator bestimmen, reagierte Springer, der derzeitige ILE-Koordinator, so: „Ich bitte Dich, diese Forderung weiter zu verfolgen. Du würdest mir damit einen großen Gefallen erweisen.“ Und dann schließt Springer seinen Brief mit den Worten: „Bekanntermaßen ist Kritik in der kommunalen Arbeit nicht schlecht. In Verbindung mit konstruktiven Vorschlägen ist sie besser, folgen daraufhin aber noch eigene Aktivitäten, ist es ideal.“ Deshalb: „Ich erwarte demnächst Aktionen von Dir.“

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