Johanniter schlagen in Allershausen Alarm 

Schwierige Schüler: Ganztagsschule braucht zweite Kraft

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Die Schüler werden nicht nur mehr, sondern auch schwieriger. Deshalb bekommt die offene Ganztagsschule in Allershausen eine pädagogische Fachkraft dazu. Der Schulverband hat das jetzt beschlossen.

Allershausen Die Johanniter Unfall-Hilfe ist Trägerin der offenen Ganztagsschule an der Mittelschule Allershausen. Das Angebot werde gut angenommen, berichtete Bürgermeister Rupert Popp am Dienstag in der Sitzung des Schulverbandes. Und deshalb fiel es den Bürgermeistern aus Allershausen, Kranzberg, Kirchdorf und Hohenkammer leicht, dem Antrag der Johanniter vom vergangenen Juni zuzustimmen: Demnach übernimmt der Schulverband künftig die Verwaltungs- und Mehrkosten für die Einstellung einer zweiten Fachkraft in der offenen Ganztagsschule.

Die Summe sei „überschaubar“, so war man sich einig: 2990 Euro für die Verwaltung und 4780 Euro für die Fachkraft werden zusätzlich pro Jahr fällig. Die von den Johannitern vorgelegte Kalkulation ging von zwei Wochenstunden für die Verwaltung der Ganztagsschule aus. Diese Stunden würden in den Bereichen Marketing, IT, Finanzen und Personal anfallen.

Die Einstellung einer weiteren pädagogischen Fachkraft begründete die Johanniter Unfall-Hilfe damit, dass man trotz der weiterhin steigenden Anforderungen durch erhöhte Schülerzahlen und die „sozialen Entwicklungen der Herkunftsfamilien“ das bisher sehr gute Niveau des Angebots gewährleisten wolle. Die Gruppe der Ganztagesschüler sei „sehr heterogen“. Im Klartext: Die Schüler seien im Alter zwischen zehn und 16 Jahren und hätten viele verschiedene Nationalitäten. Rund 60 Prozent der Schüler hätten einen Migrations- oder Fluchthintergrund und vor allem leistungsschwache Schüler würden die offene Ganztagsschule besuchen, beschreiben die Johanniter die Situation. Und weil bei vielen Schülern auch die Familie als Sozialisationsinstanz praktisch ausfalle, führe das häufig zu Verhaltens- und Disziplinproblemen.

Mittagessen fürKinder wird teurer

All das überzeugte die Bürgermeister, die der Einstellung einer zusätzlichen Fachkraft Grünes Licht erteilten. Beschlossen wurde außerdem die Anpassung („nicht Erhöhung“, so Bürgermeister Popp leicht schmunzelnd) des Essensgeldes für die Verpflegung in der Schulmensa und im Kindergarten Pusteblume. Seit Einführung der offenen Ganztagsschule vor rund sieben Jahren sei der Preis von 3,50 Euro pro Tag für das Essen in der Schule unverändert geblieben. Weil aber Sach- und auch Personalkosten gestiegen seien, komme man um eine Anhebung des Essensgeldes nicht herum: Künftig kostet ein Essen in der Schulmensa 3,80 Euro. Im Kindergarten wird der Preis pro Mahlzeit um 30 Cent auf 2,90 Euro erhöht.

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