Debatten im Gemeinderat

Skateranlage wird saniert - auch ohne „Boom“

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Allershausen - Ist eine Skateranlage noch zeitgemäß? Und wenn nicht: Muss man alles, was gerade nicht modern ist, sofort verschwinden lassen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigten sich die Allershausener Gemeinderäte. Der Hintergrund waren Schäden an der Skateranlage.

Die Erneuerung der Skateranlage am Allershausener Sportgelände stand in der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Debatte. Das Gremium hatte vor einigen Jahren einen neuen Belag für die Anlage in Auftrag gegeben. Im Frühjahr nun haben Bauhofmitarbeiter festgestellt, dass die hölzerne Unterkonstruktion sich auflöst – im Unterbau hatte sich Feuchtigkeit gesammelt. Dem Gremium lagen zwei Varianten von Michael Promberger, Leiter des Technischen Bauamts in Allershausen, vor. 1. Entsorgung der bestehenden Anlage und Kauf einer neuen mit einer langlebigen Stahlkonstruktion und fünf Jahren Garantie. Kosten: rund 25 000 Euro. 2. Ertüchtigung aller Anlagenteile, indem die bestehenden Kunststoffplatten auf eine neue Stahlunterkonstruktion gebaut werden – mit fünf Jahren Garantie auf den neuen Unterbau. Kosten: rund 15 000 Euro. Bei der Diskussion kam die Frage auf, ob der Skaterboom nicht langsam vorbei sei. Oder, wie es Ursula Kopp formulierte: „Brauch ma de no?“ Max Raith hielt dagegen, dass man, als der große Tennisboom abgeebbt war, ja auch nicht gleich alle Tennisplätze geschlossen habe. Leonhard Held bekräftigte, dass es da draußen an der Anlage nie zu Beschwerden gekommen sei, deshalb sollte man sie auf jeden Fall wieder auf Vordermann bringen. Bürgermeister Rupert Popp beteuerte ebenfalls, dass die Jugendlichen die Anlage gut annehmen würden, immer was los sei und das Geld ja im Finanzplan eingestellt sei. „Deshalb müssen wir es ja noch lange nicht ausgeben“, meine Ursula Kopp. Außerdem seien es überwiegend Auswärtige, die auf dieser Anlage ihrem Hobby nachgehen. Dennoch fand die Sanierung mit einer Gegenstimme eine eindeutige Mehrheit. Im Vorfeld wollte Max Raith wissen, wie lange der vergleichsweise neue Belag noch halten wird. Laut Popp sei der noch so gut wie neu, weshalb eine Sanierung einer Kompletterneuerung vorzuziehen sei – was auch der Bauamtsleiter so bestätigt. 

Rubriklistenbild: © AFP

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