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Schlechte Nachrichten für den Vorsitzenden der Freisinger Tafel, Peter Bach: die Allershausener Ausgabestelle schließt zum Jahresende. 

Allershausener Tafel

Zu wenig Kunden, zu wenig Helfer

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Bürgermeister Rupert Popp gehörte sicher nicht zu ihren Kunden. Und dennoch war es auch für ihn „eine traurige Nachricht“, die er da im Gemeinderat zu überbringen hatte: Zum Jahresende stellt die Allershausener Tafel ihr segensreiches Wirken ein.

Allershausen/Freising – Anfang des Jahres 2013 startete an der Bürgermeister-Neumeyer-Straße die Allershausener Tafel: Initiatorin Rosemarie Sixt war voller Elan und Tatkraft, zusammen mit ihren Mitstreitern Dorothea Naumann, Johanna und Gerhard van Amsterdam wollte sie vor allem helfen. Organisatorisch war Allershausen eine Ausgabestelle der Freisinger Tafel. Jetzt, genau fünf Jahre später, ist Schluss: Am Montag, 18. Dezember, öffnet die Allershausener Tafel zum letzten Mal. Das Weihnachtsfest müssen die Bedürftigen aus Kirchdorf, Kranzberg, Hohenkammer, Fahrenzhausen und Allershausen auf „ihre“ Tafel verzichten.

Peter Bach ist der Vorsitzende der Freisinger Tafel e. V. und begründet diesen Schritt damit, dass die Zahl der Kunden „stark rückläufig“ sei und dass sich die Helfersituation verschlechtert habe. Bis zu zehn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hätten bisher die Tafel mit großem Engagement unterstützt, schreibt Bach in einer Erklärung. Und bis zu 38 Kunden seien es pro Woche gewesen, die sich an den beiden Öffnungstagen mit gespendeten Lebensmitteln eingedeckt hätten. Schon nach einem Jahr waren es 20 Kunden pro Woche, die das Wirken und die Hilfe der Tafel in Anspruch genommen hatten. Zwei Supermärkte in unmittelbarer Nähe hatten von Anfang an die Intention der Tafel durch Lebensmittelspenden unterstützt.

Doch das war einmal. „In letzte Zeit halbierte sich die Kundenzahl“, schildert Bach die jüngste Entwicklung. Nur noch 16 Kunden sind durchschnittlich pro Woche zur Tafel gekommen, berichtete Bürgermeister Popp am Dienstag. Zudem habe man bei den Helfern „Ausfälle“ zu verzeichnen gehabt, begründet Bach nun den Schritt, dass die Allershausener Ausgabestelle am 18. Dezember zwischen 11 und 12 Uhr zum letzten Mal aufsperrt. „Wir bedauern dies sehr, aber wir sind an unsere Grenzen gestoßen – auch körperlich“, sagt die Leiterin der Außenstelle Allershausen, Johanna van Amsterdam.

Und jetzt? „Die verbliebenen Kunden können ab Januar gerne in der Freisinger Tafel bedient werden“, bietet Peter Bach an. Um die Berechtigung nachzuweisen, für einen Euro Lebensmittel zu kaufen, genüge der Ausweis, den man für die Allershausener Ausgabestelle erhalten habe. In Freising sind die Ausgabezeiten mittwochs von 9 bis 11 und donnerstags von 14.30 bis 16 Uhr in dem Gebäude hinter der Volkshochschule (Kammergasse 14).

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