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Rote Karte für den Pkw-Verkehr: Eine Polleranlage soll die Fahrzeuge künftig wirksam davon abhalten, die Jobsterstraße weiterhin zu befahren.

Jobsterstraße - Allershausens unendliche Geschichte 

Poller bremsen künftig die Pkw

Es ist die unendliche Geschichte. Doch jetzt scheint tatsächlich ein Ende in Sicht: Die Jobsterstraße bleibt für den Pkw-Verkehr gesperrt und damit ein Radweg. Eine Polleranlage soll die Pkw wirksam abhalten, den Landwirten aber die Nutzung möglich machen.

AllershausenDass das ein Happy End ist, bezweifeln manche Gemeinderäte in Allershausen. „Ich will heute eine endgültige Entscheidung“, forderte Zweiter Bürgermeister Martin Vaas (PFW) am Dienstag von seinen Gemeinderatskollegen. Denn seit Jahren wird diskutiert, ob die Jobsterstraße ein Radweg bleibt und wie man Autofahrer davon abhalten kann, die Straße zu benutzen, dabei den Landwirten aber den Weg zu ihren Feldern nicht abzuschneiden.

Nach einem Beschluss des Gemeinderats vor knapp einem Jahr hatte sich der Arbeitskreis „Verkehr und Gewerbe“ diverse Mal getroffen, Gespräche mit Landwirten geführt und mit Firmen über Möglichkeiten der Straßensperrung geredet. Jetzt das Ergebnis: Eine Schrankenanlage sei ungeeignet, weil die Landwirte dann mit ihren großen Geräten und Mähdreschern nicht an den Pfosten vorbeikämen. Die Lösung, wie sie von einer Firma zum geschätzten Preis von 24 000 Euro vorgeschlagen wurde: eine Polleranlage, die per Handy zu bedienen sei.

Der Arbeitskreis und sein Vorsitzender Vaas befürworteten diese Lösung und hatten sie am Dienstag dem Gemeinderat vorgelegt. Doch die Meinungen gingen auseinander: Richard Dinkel (PFW) fand das eine gute Lösung, über die er sehr froh sei, Josef Lerchl (SPD) appellierte an seine Kollegen, diese Poller zu beschließen und so die radelnden Kinder zu beschützen. Für Andreas Glück (PFW) stand auch fest: „Für mich gibt es nur eine Lösung: Zumachen!“

Gegen eine Sperrung der Jobsterstraße wandte sich Leonhard Held (CSU): Seit Jahren gebe es Ärger wegen der Sperrung. Wenn man jetzt eine Polleranlage installiere und die Straße sperre, gebe das „Ärger ohne Ende“. Und auch sein Parteikollege Helmut Zwingler, nach eigener Aussage „der am meisten Betroffene“, war strikt gegen eine Sperrung. Doch Max Raith (PFW) betonte, man müsste, wollte man die Jobsterstraße für den Verkehr wieder freigeben, die Straße ausbauen und verbreitern. Und das sei zudem ungleich teurer als eine Polleranlage.

Am Ende stand eine klare 14:5-Mehrheit für die Errichtung einer Polleranlage und die Aufrechterhaltung der Sperrung der Jobsterstraße.

Andreas Beschorner

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