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Streusalz-Depots sind gefüllt

Der Bauhof ist bereit: Der Winter kann kommen

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Landkreis - Rufbereitschaft im Dreischichtbetrieb, „Wetterspäher“ in der Nacht: Der Winterdienst ist für die Mitarbeiter des Landkreisbauhofs in Zolling alle Jahre wieder eine logistische und organisatorische Herausforderung. 

Der Winter lässt noch auf sich warten. Doch wenn er kommt, dann lassen sich die Mitarbeiter des Landkreisbauhofs nicht aufs Glatteis führen: „Der Landkreis ist gut gerüstet“, betont Eva Dörpinghaus, die Sprecherin des Landratsamts. „Er besitzt fünf Fahrzeuge, die mit Räumpflug und Feuchtsalzstreuer mit einem Fassungsvermögen zwischen drei und sechs Tonnen ausgestattet sind.“ Diese hätten damit mittlere Streureichweiten von 28 bis 40 Kilometer. Und man sei in der Lage, rasch zu reagieren: Dank moderner Technik seien die Winterdienstgeräte innerhalb einer halben Stunde an die Fahrzeuge angebaut. Das Befüllen mit Streugut dauere dann nur noch im fünf bis zehn Minuten.

Wichtig: Für jedes Fahrzeug gebe es laut Dörpinghaus einen bestimmten Räum- und Streuplan. Der jeweilige Fahrer entscheide vor Ort, ob er räumen oder nur streuen muss. „Eine Winterdienstroute ist gewöhnlich in zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden einspurig geräumt respektive gestreut“, erklärt die Landratsamtssprecherin. Zudem könne der Landkreis, der für nicht weniger als 260 Kilometer Kreisstraßen verantwortlich ist, bei Bedarf auch auf drei Subunternehmer zurückgreifen, die mit landkreiseigenem Winterdienstgerät auf privaten Lastern fahren. Und nicht zuletzt seien natürlich auch die Streuguthallen auf dem Bauhof des Landkreises gut mit Streusalz gefüllt. Sie fassen rund 3300 Tonnen.

Fakt ist: Auch bei einem plötzlichen Wetterumschwung ist der Winterdienst sofort einsatzfähig. Von Dezember bis Ende März sei laut Dörpinghaus prinzipiell eine Rufbereitschaft im Dreischichtbetrieb organisiert. Der Bauhof erhält vom Deutschen Wetterdienst mehrmals täglich die aktuellen Prognosen für die kommenden Tage. Außerdem kontrollieren zwei „Wetterspäher“ aus den Teams in der Nacht die Wetterentwicklung. „Diese entscheiden aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrung, ob, wann und in welchem Umfang der Winterdienst erforderlich ist“, erläutert die Sprecherin der Kreisbehörde. „Bei Bedarf alarmieren sie die Kollegen des Teams per Handy.“ Herrschen phasenweise keine winterlichen Straßenverhältnisse, besteht für gewöhnlich Rufbereitschaft von 3 bis 22 Uhr. Bei extremeren Verhältnissen kann (und muss) der Einsatz natürlich rund um die Uhr erfolgen.

Vorbereitet auf den ersten richtigen Wintereinbruch der Saison ist auch die Stadt Freising: Für den Winterdienst im Stadtgebiet und den zugehörigen Ortsteilen hat der Bauhof vorsorglich 1200 Tonnen Salz eingelagert, 70 Mitarbeiter stehen bereit. Bei bedenklichen Wetterprognosen und in eisigen Nächten rücke frühmorgens um 3.15 Uhr der Spähtrupp aus, um bei Bedarf rechtzeitig den erforderlichen Einsatz zu koordinieren. Die Kollegen aus Bauhof, Stadtgärtnerei und Klärwerk würden an Werktagen ab 4.15 Uhr mit den Räumfahrzeugen für sichere Straßen sorgen, ab 5.15 Uhr sei dann der mobile Handräumdienst unterwegs, teilt die Stadt Freising mit. An Sonn- und Feiertagen sei für die Fahrer der Räumfahrzeuge um 5.15 Uhr Dienstbeginn, der mobile Handräumdienst nehme um 6.15 Uhr seine Arbeit auf.

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