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Alles Gute zum Geburtstag, Fürholzen: „Furihulci“ feiert sich drei Tage lang selbst

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Von: Andreas Beschorner

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Blick in die Historie: Rainer Bachmeier, Franz Heilmeier, Ernst Keller und Alfred Ballauf (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung zu 1250 Jahre Fürholzen.
Blick in die Historie: Rainer Bachmeier, Franz Heilmeier, Ernst Keller und Alfred Ballauf (v.l.) bei der Ausstellungseröffnung zu 1250 Jahre Fürholzen. © Beschorner

Ein dreitägiges Fest war dem Anlass entsprechend. Besser noch: den Anlässen. Fürholzen gibt es seit 1250 Jahren. Und das Gemeindehaus wurde geweiht.

Fürholzen – Es war ein Wochenende im Zeichen der Geschichte: Drei Tage lang beging man in Fürholzen den 1250. Geburtstag der Ortschaft. Aber nicht nur die Historie wurde gewürdigt: Mit der offiziellen Einweihung des neuen Gemeinschaftshauses kamen auch die Gegenwart und die Zukunft zu ihrem Recht. In das Jahr 772 fällt die erste urkundliche Erwähnung von „Furihulci“.

Vorbereitungen auf das große Fest in Fürholzen liefen seit März auf Hochtouren

Dass man in diesem Jahr also das 1250-jährige Bestehen des Ortes feiern kann, das sei den Dorfbewohnern aber erst im Herbst 2021 aufgefallen, sagte Ortssprecher Rainer Bachmeier am Rande der Festlichkeiten im FT-Gespräch. Dann habe man noch abwarten müssen, wie sich die Corona-Lage entwickle, so dass man erst im März 2022 so richtig mit den Vorbereitungen begonnen habe.

Weil aber alle Vereine zusammengeholfen hätten, habe man doch noch ein schönes Fest auf die Beine gestellt, so Bachmeier. Da konnte ihm Bürgermeister Franz Heilmeier, der die Feierlichkeiten begleitete, nur zustimmen: Das Organisationsteam habe für den Geburtstag des Ortes einen „gebührenden Rahmen“ geschaffen.

Dorffest, Ausstellung und die Segnung des Gemeindehauses

Den Startschuss gab es am Freitag, als die Fürholzener zum Dorffest auf den Platz vor dem Gemeinschaftshaus geladen waren, während im ersten Stock des Gemeinschaftshauses die Ausstellung über Fürholzen eröffnet wurde: Das Bild wurde geprägt von unzähligen 1:30-Modellen alter Fürholzener Gebäude, die Alfred Ballauf in jahrelanger Arbeit nach alten Ansichten und Fotografien gebaut hatte. Besonders spannend: Auf Stellwänden waren die alten Aufnahmen zu sehen, nach denen Ballauf gearbeitet hatte.

Das neue Gemeindehaus in Fürholzen.
Das neue Gemeindehaus in Fürholzen wurde schon lange seiner Bestimmung übergeben. Geweiht wurde es am Wochenende anlässlich der 1250-Jahr-Feier. © Beschorner

Hinzukamen von Geschichtsforscher Ernst Keller zusammengetragene Dokumente zur Geschichte von Fürholzen – Zeitungsausschnitte, Abbildungen alter Dokumente und vieles mehr. Alles zusammen „ein reichhaltiges Bild“ der Geschichte von Fürholzen, lobte Heilmeier.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Familien, als ein Nachmittagscafé samt Kinderprogramm stattfand, bevor dann am Abend Ernst Kellers Film „Als der Luftkrieg in unsere Heimat kam“ gezeigt wurde.

Höhepunkt der drei Festtage waren sicherlich der Festgottesdienst am Sonntag im Freien mit der anschließenden Einweihung des Gemeinschaftshauses. Pfarrer Anton Erber, der für den erkrankten Weihbischof Bernhard Haßlberger eingesprungen war, erinnerte daran, dass das Jahr 772 auch den Beginn der Historie der Pfarrei Fürholzen markiert.

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Schon immer hätten geistliche Herren den Ort stark geprägt. Die Geschichte Fürholzens sei bestimmt vom kirchlichen Leben, und wenn die kirchliche Stimme nicht verstumme, dann sei das „ein Segen für den Ort“, sagte Bürgermeister Heilmeier. Das neue Gemeinschaftshaus, das zwar schon lange mit Leben erfüllt ist, erst am Sonntag aber auch seine kirchliche Weihe erhielt, sei längst zur neuen Ortsmitte geworden, betonte Heilmeier. Das Festwochenende habe das auch noch einmal eindrücklich bewiesen. Denn: „Zukunft braucht Herkunft.“

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