Mit dem Publikum im ausverkauften Haus muss sich nun auch das Freisinger Tagblatt als Veranstalter für einige Jahre vom sanierungsbedürftigen Asamsaal verabschieden. Aber: Auch 2017 wird es ein Adventssingen geben.

Alpenländisches Adventsingen des Freisinger Tagblatts

Fein g’spuit, sauber g’sunga

Freising – Am Anfang stand der Schock. Doch obwohl am Vorabend die Reichersdorfer Sänger krankheitsbedingt absagen mussten, wurde das Alpenländische Adventssingen des Freisinger Tagblatts am Sonntag – wie alle Jahre – zum großen Erfolg im Asamsaal. Für das Singen 2017 muss das Tagblatt aber auf Herbergssuche gehen.

Für Maria Hohlneicher-Kämmerling, die Cheforganisatorin, war es eine Hiobsbotschaft, als sie der Anruf von der Absage der Reichersdorfer Sänger erreichte. Die Telefone glühten im Oberland, bis Bert Lindauer, der Sprecher beim diesjährigen Adventssingen, Erfolg hatte. Die Geschwister Forster aus Bad Feilnbach waren flexibel genug, um Maria Hohlneicher-Kämmerlings Flehen zu erhören und im Asamsaal einzuspringen. Ein besonderer Dank von Redaktionsleiter Helmut Hobmaier galt dann auch Marlene Spiegelberger, Marlene und Toni Forster. Vor allem aber dankte Hobmaier den Freunden des Adventssingen, die wieder für einen ausverkauften Asamsaal sorgten und so einen Beitrag zur Aktion „Menschen in Not“ leisteten.

Hintergründig, aber immer mit einer Prise Humor. Bert Lindauer präsentierte G’schicht’n zum Schmunzeln.

Zum Auftakt hatten die Hohenaschauer Bläser, ein Quintett mit zwei Flügelhörnern, zwei Basstrompeten und Tuba, einen „festlichen Einzug“ gespielt. Im Verlauf des Konzerts ließ die Formation einen sehr weichen, angenehmen Bläserklang vernehmen. Die Bairer Saitenmusi aus dem Mangfalltal, seit 1990 in dieser Formation – Liesl Höss (Harfe), Hubert Blaser (Gitarre), Roman (Zither) und Daniela Messerer (Hackbrett), Karl Schabmair (Kontrabass) – beinander, hat sich der echten Volksmusik verschrieben. Kein Wunder, ist doch der Leiter, Roman Messerer, Vorsitzender des Bayerisch Alpenländischen Volksmusikvereins.

Die Bairer Saitenmusik brillierte mit Roman Messerer (Zither), Ehefrau Daniela am Hackbrett, Hubert Blaser (Gitarre), Elisabeth Höss (Harfe) und Karl Schabmair (Kontrabass).

Elisabeth Reiter, Maria Gasteiger und Regina Feicht kamen aus Brannenburg in den Asamsaal. Sie singen als Sulzberger Dreigesang nun fast schon 40 Jahre zusammen und gehören zu den besten Frauendreigesängen der Alpenländischen Volksmusikszene. Den drei feschen Damen blieb es am Ende vorbehalten, das Publikum auf den Andachtsjodler einzustimmen. Mit ihrem Gesang sind die Geschwister Forster weithin bekannt. Sie sind bestrebt, den bayerischen Volksgesang in seinem reinen, unverfälschten Ursprung zu erhalten. Was ihnen in Freising sehr gut gelang.

Die Bairer Saitenmusik brillierte mit Roman Messerer (Zither), Ehefrau Daniela am Hackbrett, Hubert Blaser (Gitarre), Elisabeth Höss (Harfe) und Karl Schabmair (Kontrabass).

Und dann war dann noch Sprecher Bert Lindauer. Der ehemalige Jurist ist eine Größe in der Volksmusikszene. Seine Beiträge zur Situation in der Vorweihnachtszeit entlockten den Zuhörern so manchen Lacher – ob das die Geschichte von einem Seniorennachmittag zur Adventszeit war oder das Drumherum um den Kauf eines großen Lebkuchens. Und dass die Fledermäuse ihre Flügel vom Christkind höchstpersönlich erhalten haben, konnte man glauben oder nicht. Zum Schmunzeln war’s allemal.

Seit 40 Jahren eine Klasse für sich ist der Sulzberger Dreigesang mit Elisabeth Reiter, Maria Gasteiger und Regina Feicht. Die Damen kommen aus Brannenburg.

Am Ende, als das Publikum voller Inbrunst beim Andachtsjodler mitsang – darunter OB Tobias Eschenbacher samt Gattin – war das Resümee eindeutig. Man hatte eines der besten Adventssingen erlebt.

Dank an Sponsoren

Das Alpenländische Adventsingen wurde großzügig unterstützt von der Sparkasse Freising, vom Hotel Bayerischer Hof und von der Stadt Freising. Danke!                                                     Heinz Mettig

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