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Feierliche Zeremonie: Weihbischof Bernhard Haßlberger segnete am Sonntag den neuen Altar der frisch renovierten Filialkirche St. Brictius in Aiterbach .

St. Brictius in Aiterbach

„Das Werk ist nun vollendet“

Aiterbach - Das Gotteshaus in Aiterbach ist eine Besonderheit: Als einzige Kirche in der Erzdiözese ist sie dem Heiligen Brictius geweiht. Jetzt ist die Filialkirche aus dem 18. Jahrhundert frisch renoviert worden. Zum Abschluss des Projekts und zur Altarweihe kam am Sonntag der Weihbischof.

„Das Werk ist nun vollendet“, konnte Weihbischof Bernhard Haßlberger stolz und freudig verkünden. Im Jahr 2015 hatten die Arbeiten begonnen, mit denen die Filialkirche St. Brictius restauriert wurde: Die gesamte Raumschale und die Ausstattung, insbesondere auch die Seitenaltäre, wurden gereinigt, zudem wurde der Innenraum frisch gestrichen. Nach vielen Monaten und 155 000 Euro später wurde am Sonntag nun der Abschluss der Sanierungsarbeiten mit einem festlichen Gottesdienst in Aiterbach gefeiert. Weihbischof Bernhard Haßlberger war gekommen, um zu diesem Anlass auch den neuen Altar zu weihen und den neuen Ambo zu segnen.

Das ganze Dorf war offenbar an jenem Sonntagvormittag auf den Beinen, Pfarrer Robert Urland freute sich über den zahlreichen Besuch und darüber, dass der Weihbischof den Weg nach Aiterbach in die Filialkirche von St. Jospeh in Allershausen gefunden hatte. Bernhard Haßlberger wusste genau, dass so ein Projekt wie die Kirchensanierung in Aiterbach eine anstrengende Sache sei, dankte deshalb allen Beteiligten – nicht nur den Spendern, sondern auch den Kirchensteuerzahlern, denn aus deren Geldbeutel stamme schließlich der finanzielle Beitrag der Erzdiözese zur nun abgeschlossenen Sanierung der Kirche.

St. Brictius, benannt nach dem vierten Bischof von Tours und Nachfolger des Heiligen Martin in diesem Amt, stammt aus dem 18. Jahrhundert, wurde im Stil des Barock an Stelle des gotischen Vorgängerbaus errichtet und am 10. Juli 1710 vom Freisinger Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck geweiht. Am Sonntag war Weihbischof Haßlberger gekommen, um den neuen Altar und Ambo zu weihen und zu segnen: Nach einem Entwurf des Münchner Architekten Florian Gierer sind die beiden Stücke aus geräucherter Eiche gearbeitet, die vier Füße des Altars sind in Messing gefasst, Holz und Metall greifen dabei die Farbtöne der bestehenden Ausstattung der Kirche auf, die als Nebenpatrone den Heiligen Sebastian und die Heilige Afra besitzt.

Kirchen, so Haßlberger während des Gottesdienstes, seien „wichtige Zeichen“, machten sichtbar, „dass Gott da ist, mitten unter uns“. Deshalb stünden Kirchen, wie auch St. Brictius in Aiterbach, mitten im Ort. Der Altar wiederum sei das Symbol dafür, dass Christus inmitten seiner Gemeinde zugegen sei.

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