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Ein Kranz für die Kriegsopfer: DGB-Kreisvorsitzender Guido Hoyer bei der Gedenkfeier in Oberreit. foto: kuhn

Antikriegstag: DGB-Funktionäre greifen Rüstungsindustrie bei Gedenkfeier an

Moosburg - Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben bei der Gedenkfeier zum Antikriegstag am Donnerstag die weltweiten Rüstungsausgaben vehement kritisiert.

1,24 Billionen Euro Rüstungsausgaben weltweit kritisierte Christoph Frey, Vorsitzender des DGB in der Region München: „Waffen schaffen keinen Frieden, keine Demokratie, keine Sicherheit, und keine Gerechtigkeit. Das zeigt sich in Afghanistan jeden Tag.“

Guido Hoyer, Kreisvorsitzender beim DGB, erinnerte nachdrücklich an das Angriffskriegsverbot im Grundgesetz und in der Bayerischen Verfassung. „Rassen- und Völkerhass finden nicht erst dann statt, wenn geschossen wird“, sagte er. Darum bleibe der DGB bei seiner Forderung nach einem Verbot der NPD. Die Lage in Afghanistan sei schlechter als je zuvor. „Gleichzeitig floriert unter den Augen der Nato der Drogenanbau mit einer Rekordernte von 9000 Tonnen Rohopium.“ Hoyer erklärte, warum der DGB dem Krieg in Afghanistan auch wirtschaftliche Motive zuschreibt. Es gehe um Pipelines, die durch das Land führen könnten.

Auch Hoyer kritisierte die Rüstungsausgaben. Mit den Geldern für 60 Airbus A 400M könnten 7154 Kindergärten mit je vier Gruppen installiert werden. Die Folgen einer solchen Politik skizzierte er mit den Worten eines Schweizer Publizisten: „Die Goldberge steigen im Westen, die Leichenberge im Süden.“

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