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Flickenteppich ade: Zu früh kommt die Straßensanierung in Hetzenhausen nun wirklich nicht. Bis man sich auf eine akzeptable Form geeinigt hat, dauerte es Jahre.

Lösung für den umstrittenen Hetzenhausener Bebauungsplan 110

Applaus für abgespeckte Variante

Hetzenhausen - Die Kuh ist vom Eis in Hetzenhausen. Die Pläne zu einer Art Dorferneuerung, die noch in der Ära Schneider auf harsche Kritik gestoßen waren, sind weitgehend passé. Man hat sich geeinigt in Sachen „Straßen- und Entwässerungsplanung“. Herausgekommen ist eine Lightversion, mit der offenbar alle Seiten leben können.

Die Mienen wirkten immer noch angespannt am Montag im Planungsausschuss. Die Besucherränge waren voll, das Gros kam aus Hetzenhausen. Denn erneut ging es um den umstrittenen Bebauungsplan 110, der 2009 als einfache „Straßen- und Entwässerungsatzung“ auf den Weg gebracht worden war und sich zu einer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Bevölkerung ausgewachsen hatte (siehe Kasten).

Der Unterschied: Diesmal zeigte man sich zufrieden mit dem erzielten Ergebnis, wie Ortssprecher Jakob Ziegltrum ausdrücklich feststellte. Vor allem damit, dass der alte Bebauungsplan „eingestellt ist“, wie er deutlich machte.

Bürgermeister Franz Heilmeier hatte eingangs noch einmal an die „hitzigen Diskussionen“ erinnert, zu denen es im Lauf der Zeit gekommen war. Der Bebauungsplan in der jetzt vorliegenden Form sei „moderater und beschränkter“ ausgefallen, gab er zu bedenken. Man habe den Planer gewechselt und einen Wirtschaftsverband eingeschaltet. Außerdem verwies Heilmeier darauf, dass man sich abgesprochen habe und den Betroffenen die neue Planung noch einmal vorgestellt habe – und zwar während einer Info-Veranstaltung.

Dem Ausschuss lag indes eine entsprechend abgespeckte Version der Planung vor. Wie es in der Vorlage hieß, „soll die Funktionalität der Verkehrsflächen gesichert und das charakteristische Erscheinungsbild des Straßenraums und ihn begrenzenden Grundstücke erhalten bleiben“. In Gesprächen mit Vertretern des Ortsteiles und der Gemeindeverwaltung habe man eine Neuausrichtung vereinbart. An einer Straßenerneuerung, der beabsichtigten Oberflächenentwässerung und einer damit verbundenen Neugestaltung der Straßenräume wolle man festhalten.

In den Erläuterungen heißt es ferner, es werde „nur mehr beabsichtigt, den zur ordentlichen Befahrbarkeit und aus Gründen der Verkehrssicherheit für Schüler und Fußgänger notwendigen Verkehrsraum auszuweisen. An der Errichtung eines Fußwegs entlang der Hauptverkehrsstraße werde festgehalten. Eine neue Sicht der Dinge, die allgemeine Zustimmung fand. Burghard Rübenthal, Fraktionssprecher der CSU, legte Wert auf die Feststellung, dass man „die Bürger schließlich mit ins Boot geholt“ habe und „umfangreiche Änderungen an dem vorgenommen hat, was war und was man bis jetzt hatte“. Er verband diese Einschätzung mit einem Lob an die Verwaltung.

Der Bebauaungsplan ist insofern beschlossen. Es folgt noch eine Auslegung und eine Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange.

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