Fortschritt für Afrika: (v. l.) Projektleiter Michael Rottmeir (HAWE), Norbert Völker (VDMA), HAWE-Werksleiter Josef Schweiger und Simon Klassek (HAWE) sowie die Azubis Simon Thilo Mindt, Vitus Schweiger und Fabio Ordnung. foto: Lehmann

Projekt mit Azubis

Arbeitsabenteuer in Afrika: HAWE-Azubis betreiben Entwicklungshilfe

Es ist ein Projekt, bei dem alle gewinnen können. HAWE Hydraulik Freising und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau wollen gemeinsam Entwicklungshilfe in Afrika leisten. Das hilft dem Kontinent, schafft neue Absatzmärkte für das Unternehmen und bietet einigen deutschen Azubis ein besonderes Abenteuer.

Freising– „Pump up the chance!“, „Erhöhe die Chance!“: So heißt das Azubi-Projekt, das die Firma HAWE Hydraulik Freising zusammen mit dem Verband deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) ins Leben gerufen hat. Seit mehr als einem halben Jahr feilen die Partner an dem Projekt. Das erste Meeting hat im Juli 2017 in München stattgefunden. Seinerzeit wurde beschlossen, fünf Hydraulikstände nach Botswana, Nigeria und Kenia zu liefern.

Ziel des Projekts ist es nicht nur, den Absatzmarkt für technische Produkte in diesen Ländern zu stärken, sondern auch, vor Ort leichter Fachkräfte ausbilden zu können, was vor allem für die Entwicklung dieser Regionen wichtig ist.

Thilo Mindt, Vitus Schweiger und Fabio Ordnung sind drei der zwölf HAWE-Azubis, die an dem Projekt beteiligt sind. Im Rahmen eines Pressetermins haben sie nun den aktuellen Stand ihrer Arbeit präsentiert.

Denn seit Juli 2017 hat sich einiges getan: Alle nötigen Komponenten wurden bestellt. Die alten Container aus dem HAWE-Werk in München, die für die Hydraulikstände gebraucht werden, sind Ende vergangenen Jahres in Freising angekommen und bereits gereinigt worden – innen und außen. Die Montage der Grundteile hat auch schon begonnen. Elektro- und Heizungsinstallation, Bodenplattenverlegung sowie der Einbau von Werkbänken, Regalen und Schraubstöcken sind für die Fertigstellung noch nötig. Voraussichtlich Ende April, Anfang Mai werden die Container dann in Ausbildungszentren in die drei afrikanischen Länder verschifft.

In Botswana, Nigeria und Kenia dienen die Hydraulikstände der Schulung der Arbeiter vor Ort. „Es ist eine Art Weiterbildung“, erklärt Fabio Ordnung. „Mit Hilfe der Stände können wir hydraulische Systeme, wie sie zum Beispiel in manchen Schaltungen, Baggern oder Toren vorzufinden sind, simulieren. So können wir den afrikanischen Lehrlingen die Technik leichter erklären.“

Im Rahmen des Projekts haben sechs bis acht HAWE-Azubis die Möglichkeit, im Sommer nach Botswana zu reisen. Dazu müssen sie jetzt schon Bewerbungen an den Vorstand schreiben. Der entscheidet dann, wer mit nach Afrika darf. „Dort werden die Projektteilnehmer nicht nur die Bildungseinrichtung besuchen, zu denen die Hydraulikstände gebracht werden, um den dortigen Ausbildern die Technik zu erklären“, berichtet Norbert Völker vom VDMA. „Sie dürfen auch andere Unternehmen in der Hauptstadt Gaborone besuchen. Dort können die Azubis ihr Know-how weitergeben, aber auch von den afrikanischen Arbeitern lernen.“ Völker verspricht zudem, dass die Azubis in Afrika nicht nur schuften müssen. „Natürlich werden sie dort auch Zeit für die ein oder andere Safari haben.“

Lena Hrodek

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