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PI Freising warnt vor Betrügern

Attenkirchen: Falscher Polizeibeamter spioniert Rentner aus

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Ein falscher Polizeibeamter hat am Dienstag einen Attenkirchener Rentner ausspioniert. Am Telefon wollte er sich Informationen erschleichen - doch der Senior reagierte genau richtig.

Am Dienstagnachmittag meldete sich ein zunächst verunsichert wirkender Anrufer bei der PI Freising und fragte nach einem Oberkommissar Neumann. Das war den Beamten vor Ort nicht geheuer - einen Polizisten mit diesem Namen gibt es in Freising bei der Polizei nicht. 

Der Anrufer, ein 81-Jähriger aus Attenkirchen, hatte wenige Minuten davor selbst einen Anruf auf dem Festnetz von einem angeblichen Oberkommissar Neumann bekommen, wonach drei Einbrecher festgenommen worden seien und dabei auch seine Adresse als Tatort gefunden worden wäre – die altbekannte Geschichte. Zur Authentifizierung sollte der 81-Jährige zunächst warten - und wenn er das Freizeichen am Telefon hört, nochmal die Rückwahltaste betätigen, dann würde er mit Polizeioberkommissar Neumann verbunden. 

Der Attenkirchener folgte den Anweisungen: Der angebliche POK Neumann meldete sich dann auch und nannte dem Senior auch die richtige Adresse der PI Freising. Dem 81-Jährigen wurde dann vorgekaukelt, dass, wenn er einverstanden sei, sein Gespräch aufgezeichnet würde und er 90 Prozent seines vermeintlich entstandenen Schadens vom Staat zurückbekäme. Weiter sei er dann gefragt worden, ob er einen Tresor im Haus hätte, was der 81-Jährige verneinte, und dem Anrufer dann mitteilte, er werde jetzt auflegen und nochmal die Polizei anrufen. Der Mann rief dann bei PI Freising an und konnte so feststellen, dass man versucht hatte, ihn auszuspionieren. 

„Der Mann hat super reagiert“, schreibt Michael Ertl, Erster Polizeihauptkommissar, im Polizeibericht. Die Polizei rät bei solchen Anrufen, keine Auskünfte zu erteilen, sondern einfach aufzulegen. Für Rückfragen steht jederzeit die örtlich zuständige Polizeiinspektion zur Verfügung.

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