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Attenkirchen lässt Radweg-Varianten nach Wimpasing prüfen

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Die Gemeinde will drei Varianten für einen Radweg von Attenkirchen nach Wimpasing prüfen lassen. Die beste Option ist dabei auch die teuerste.

Attenkirchen – Einen Radweg zu bauen ist manchmal ein Vorhaben, das sich über Jahre hinzieht. Immerhin schon eineinhalb Jahre her ist es, dass der Gemeinderat Attenkirchen beschloss, beim Landkreis einen Antrag zum Bau eines Geh- und Radwegs zwischen Attenkirchen und Wimpasing zu stellen. Am Montag nun wurde, nachdem der Kreisausschuss und das Tiefbauamt im Landratsamt beraten hatten, zumindest beschlossen, drei mögliche Varianten von einem Ingenieurbüro auf ihre Machbarkeit hin untersuchen zu lassen.

Der Radweg, der nicht im Radwegenetz des Landkreisentwicklungsprogramms enthalten ist, war vom Landkreis zunächst in Frage gestellt worden, da die Kreisstraße FS16 nicht sehr belastet sei. Doch im Mai 2017 hat der Kreisausschuss beschlossen, sich finanziell auch an solchen Projekten zu beteiligen. Daraufhin wurden vom Tiefbauamt zwei mögliche Varianten vorgeschlagen: 1. ein Geh- und Radweg, der direkt entlang der FS16 auf einer Länge von 1200 Meter von Attenkirchen nach Wimpasing führt. Geschätzte Baukosten: 410.000 Euro. 

Der Grunderwerb könnte problematisch werden

Das Problem, das auch Attenkirchens Bürgermeister Martin Bormann sieht: der Grunderwerb. Und 2. ein Geh- und Radweg, der von Attenkirchen aus auf dem Bockerlradweg läuft und dann mit einer Rampe an die Gemeindeverbindungsstraße nach Wimpasing angeschlossen wird. Kosten: 100.000 Euro. Grunderwerb wäre wohl nicht notwendig.

Dann machte die Gemeinde noch einen dritten Routenvorschlag: Erst auf einer Länge von 450 Meter entlang der FS16, dann weiter auf einem bestehenden Wirtschaftsweg Richtung Norden und dann weiter auf der Gemeindeverbindungsstraße Richtung Wimpasing. Kosten: 215.000 Euro. Grunderwerb wäre wohl nur im Abschnitt der Kreisstraße notwendig.

Nun wird also ein Ingenieurbüro gesucht, das diese drei Varianten technisch beurteilt und nähere Kostenschätzungen abgibt. Wie Bormann sagte, wäre die teuerste Variante (1.) zwar die in seinen Augen sinnvollste, wobei aber die Frage im Raum schwebe, wie viele Landwirte ihren Grund dafür hergeben würden. Die anderen beiden Varianten (2. und 3.) seien zwar billiger, aber dann sei das Projekt eben auch kein echter Geh- und Radweg, sondern werde von Pkw-Lenkern als Abkürzung und von Landwirten mit ihren Traktoren und Maschinen genutzt. Das könne nicht nur eine Gefahr für die Radfahrer darstellen, sondern auch hohe Unterhaltskosten für die Gemeinde bedeuten. Mehr hofft man zu wissen, wenn die Fachleute die drei Alternativen unter die Lupe genommen haben. Die Planungskosten hat die Gemeinde zu tragen.

Rubriklistenbild: © dpa

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