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An der FS 16 wird das neue Feuerwehrhaus von Attenkirchen stehen. Kosten soll es über zwei Millionen Euro.

Gemeinderat bewilligt Zwei-Millionen-Euro-Bau

Attenkirchen: neues Feuerwehrhaus kann kommen - der Bauhof freut sich mit

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Attenkirchen - Attenkirchens Floriansjünger können sich freuen: Sie bekommen nicht nur ein neues Feuerwehrhaus, sondern auch eine Waschhalle mit dazu. Das freut auch den Bauhof.

Neubau oder Erweiterung – das war umstritten. Und auch der Standort war diskussionswürdig (wir haben berichtet). Ein Ausschuss hat dann aber einen Neubau und das Gewerbegebiet Am Bachfeld I als Standort beschlossen. Und jetzt hat der Gemeinderat am Montag entschieden, welche von drei Varianten für das neue Feuerwehrgerätehaus in Attenkirchen an der Kreisstraße FS 16 realisiert werden soll. Und was das kosten darf.

„Lange und viele Gespräche“ habe es mit der Feuerwehr gegeben, berichtete Bürgermeister Martin Bormann. Prämisse: „Bezahlbar und sinnvoll“ müsse das sein, was da Am Bachfeld entstehen soll. Architekt Christian Klessinger hatte daraufhin drei Varianten erarbeitet: Erstens ein Feuerwehrgerätehaus mit drei Stellplätzen plus einer extra Waschhalle für 2,07 Millionen Euro, zweitens ein Gebäude mit drei Stellplätzen ohne eine Waschhalle für 1,8 Millionen Euro und drittens ein Haus mit drei Feuerwehrstellplätzen inklusive Waschhalle für 1,9 Millionen. Die Entscheidung, welche Variante nun die sinnvollste sei, wurde den Räten leicht gemacht. Denn wie Bormann berichtete, sei die Ölabscheider-Anlage in der Waschhalle des Bauhofs defekt. Die Bauhofmitarbeiter hätten auf Nachfrage bestätigt, dass es für sie kein Problem darstellen würde, künftig die Waschhalle der Feuerwehr zu benutzen.

Teuerste Variante - aber „kein Luxus“

Weil man sich also die teure Reparatur der Waschanlage am Bauhof spart und gleichzeitig auch der Feuerwehr eine Waschhalle bieten kann, scheide Variante zwei somit aus, betonte der Rathauschef. Und Variante 3 mit der integrierten Waschhalle sei laut Feuerwehr ebenfalls ungeeignet, da die FFW-Fahrzeuge dann ständig in einer feuchten Halle stehen würden, erläuterte Bormann. Blieb also noch Variante 1. Und genau die segneten die Gemeinderäte auch einstimmig ab.

Obwohl man sich „kein Luxus-Feuerwehrhaus“ leisten könne, wie es Bormann ausdrückte, wählte das Gremium damit also die teuerste Version. Zieht man die Zuschüsse ab, die die Regierung pro Feuerwehrstellplatz gewährt, muss die Gemeinde noch 1,9 Millionen Euro für das neue Gerätehaus hinblättern. Das sei, so wurde von allen Seiten betont, aber nur auf den ersten Blick die teuerste Alternative. Im Hinblick auf die Waschhalle des Bauhofs, wo man sich nun eine teure Reparatur spare, sei das auf lange Sicht gesehen die günstigste Variante. Und die wird nun weiter geplant.

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