Ein Jugendlicher befährt mit seinem Bike einen Dirtpark in Mauern.
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Einen Dirtpark - wie hier in Mauern - wünschen sich 66 Prozent der befragten Jugendlichen aus Attenkirchen. (Archivbild)

Entscheidung im Gemeinderat

Attenkirchen reagiert auf Umfrage und verstärkt die Jugendarbeit

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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In Attenkirchen konnten Jugendliche kürzlich in einer Umfrage ihre Bedürfnisse äußern. Nun reagiert man in der Gemeinde entsprechend darauf.

Attenkirchen – Die offene Jugendarbeit in Attenkirchen soll ausgebaut werden. Diese Grundsatzentscheidung traf am Montag der Attenkirchener Gemeinderat in öffentlicher Sitzung. Wie das genau aussehen soll, wurde – weil es sich unter anderem um Personalangelegenheiten handelte – im nichtöffentlichen Teil besprochen.

Grundlage der Entscheidung war eine Jugendbefragung, deren Ergebnisse Jugendpflegerin Lena Landenberger dem Rat vorgestellt hatte. Zwischen 20. Juli und 2. August hatten die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde die Möglichkeit, einen Fragebogen zu beantworten, den sie in ihren Briefkästen vorgefunden hatten. Für die Neun- bis 14-Jährigen hatte Landenberger einen Fragebogen mit 27 Fragen erarbeitet, die 15- bis 18-Jährigen mussten 33 Fragen beantworten. 79 Fragebögen seien zurückgekommen, was einem respektablen Anteil von 32 Prozent entspreche, so Landenberger.

Ein Resultat wurde sofort in die Tat umgesetzt

Eine wichtige Erkenntnis: 48 der 79 Jugendlichen verbrächten ihre Freizeit hauptsächlich im Gemeindegebiet. Mit 25 Nennungen ganz oben auf der Liste der Freizeitaktivitäten stehe Fußball. Aber 15 Jugendliche hätten auch angegeben, dass sie keines der Angebote von Vereinen und Gemeinde annehmen, um ihre Freizeit zu gestalten. Immerhin 41 Prozent hätten, und das freute Landenberger, Interesse am Jugendtreff der Gemeinde. Das Resultat der Befragung, dass sich die Jugendlichen besonders gerne am Freitag im Jugendtreff einfinden würden, habe sie sofort in die Tat umgesetzt, so Landenberger: Der Treff habe jetzt im wöchentlichen Wechsel an den Montagen und an den Freitagen geöffnet.

Die Liste der Probleme, die die Jugend aktuell am meisten beschäftigt, führten die Themen Rauchen, Stress und Notendruck an. Eine ganz klare Aussage gab es zu der Frage, ob sich der Nachwuchs einen Dirtpark in Attenkirchen wünsche: 66 Prozent hätten bei dieser Frage „Ja“ angekreuzt. Die wesentliche Botschaft aus der Befragung, die Landenberger auch als ihre Bachelor-Arbeit ausgewertet hat: Die Jugendarbeit sollte ausgebaut werden. „Und das müssen wir uns auch etwas kosten lassen“, so Bürgermeister Mathias Kern. Denn das bisherige Budget, das man der Jugendpflegerin zur Verfügung stelle, reiche nicht aus. Und deshalb gab es ja auch noch den nichtöffentlichen Teil. Der Ausbau der Jugendarbeit wurde grundsätzlich mit 12:1 Stimmen beschlossen. Dagegen stimmte lediglich – ohne eine Begründung für ihr Abstimmungsverhalten – Eva-Maria Rieger (UWG).

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