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Attenkirchener Wehr

Neuer Start für FFW-Planung

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Es gab schon angenehmere Termine für Bürgermeister Martin Bormann als den am Freitagabend bei der Feuerwehr Attenkirchen. Denn Irritationen um das geplante neue Domizil der Floriansjünger sorgen für ziemlich Ärger. Da ist Feuer auf dem Dach.

Attenkirchen – Als man Ende 2016 im Gemeinderat die ersten wichtigen Weichen für das neue Feuerwehrhaus mit drei Feuerwehrstellplätzen plus einer Waschhalle stellte, lag man nach einer ersten Kostenschätzung bei 1,8 Millionen Euro für das neue Domizil der Floriansjünger am Bachfeld. Ein halbes Jahr lang hatte Architekt Christian Klessinger auf dieser Basis weiter geplant. Das Resultat: Die Kostenberechnung ging nun von 2,42 Millionen Euro aus. Ohne Ausstattung und Einrichtung. Und jetzt, im März des Jahres 2018? Das neue Feuerwehrhaus würde mindestens 2,7 Millionen Euro kosten, so die neuesten Zahlen.

Martin Bormann sucht eine günstigere Variante für das FFW-Haus.

Daraufhin hat der Gemeinderat – und zwar in nichtöffentlicher Sitzung – die Reißleine gezogen. Im Klartext: „Wir haben die Planung auf Eis gelegt, weil die Kosten enorm explodiert sind“, so Bürgermeister Martin Bormann am Freitag bei der Mitgliederversammlung der Feuerwehr. Zuvor, so wurde am Freitag deutlich, waren die Feuerwehrleute von dem Ergebnis der nichtöffentlichen Sitzung nicht – beziehungsweise nur über viele Ecken – informiert worden, was zu Ärger und Gerüchten führte.

Am Mittwoch hatte es deshalb eine Aussprache zwischen Bürgermeister und Feuerwehr gegeben, bei der es ganz schön zur Sache gegangen sein soll. Am Freitag hatten sich die Gemüter aber wieder einigermaßen beruhigt. Grund: Selbstverständlich, so Bormann, sei das Projekt nicht gestorben. Man habe nun aber einen Systemhallenbauer dazu aufgefordert, ein Angebot abzugeben. Das werde bis Ende des Monats vorliegen und dann im Gemeinderat besprochen. „Der Bau ist nicht gestoppt, wir suchen nur nach einer günstigeren Variante, die wir auch finanzieren können“, betonte der Bürgermeister am Freitag.

Und er versprach, dass man die Zusammenarbeit und die Kommunikation verbessern werde – ein Appell, den um des lieben Friedens willen auch Kreisbrandrat (KBR) Manfred Danner aussprach, der am Freitag seinen Antrittsbesuch in Attenkirchen absolvierte.

Nachdem der große Aufreger für diesen Tag abgehakt war, gingen Kommandant Norbert Wurzer und Vorstand Hermann Lachner zum Pflichtprogramm der Mitgliederversammlung über: Wurzer berichtete von 23 Einsätzen mit 388 Stunden, die die Attenkirchener Floriansjünger 2017 geleistet hätten (darunter drei Brände und keine Fehlalarmierungen).

Nimmt man Übungen, Ausbildungen und alle anderen Aktivitäten im Dienst am Nächsten dazu, kommt die Feuerwehr Attenkirchen mit ihren 37 Aktiven und sechs Jugendlichen im Jahr 2017 auf insgesamt 2522 Stunden. Bormann fand diesen Einsatz „ganz ganz bärig“, Danner sprach davon, dass es „Wahnsinn“ sei, wie sehr die Feuerwehr gefordert sei.

Gute Nachrichten aus der Kasse: Bei Einnahmen von 14 680 Euro und Ausgaben von 8150 Euro hat man 2017 ein Plus von 6530 Euro gemacht und den Kassenstand auf 27 250 Euro erhöht. Geld, das man in die Einrichtung des neuen Feuerwehrhauses investieren wird – wenn es denn einmal gebaut und fertig wird.

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