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Volles Haus bei der Verlassung der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaft im Landkreis. Vor allem die Thematik Schweinepest im Fokus.

Bauern und Jäger sollen „Hand in Hand“ arbeiten

Brisante Schweinepest-Thematik beim Freisinger Jagdgenossen-Treffen

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ASP – drei Buchstaben, die Landwirte und Jäger beunruhigen. ASP – das ist die Afrikanische Schweinepest. Denn die Seuche, die auch Hausschweine befallen kann, ist nur noch 300 Kilometer von Oberbayern entfernt. Und wenn sie kommt, „dann ist sie da“, sagt Andreas Schalk, Fachreferent im BBV. Er war einer von drei Referenten beim Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im BBV-Kreisverband Freising.

Gütlsdorf – Das Thema der anderen beiden Redner am Dienstag in Gütlsdorf: die Afrikanische Schweinepest. Eigentlich sind sich Bauern und Jäger einig: Die Afrikanische Schweinepest darf nicht nach Deutschland kommen. Dass beide Gruppen „Hand in Hand“ arbeiten müssen, um das Vordringen der ASP zu verhindern und so die Schweinezüchter vor dem Ruin zu bewahren, betonte in einem Grußwort Walter Bott, der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins Freising.

Wie sehr die Landwirte vor der Seuche Angst haben, mag der Hinweis von BBV-Kreisobmann Georg Radlmaier auf eine Wallfahrt nach Altötting zur Abwehr der Schweinepest zeigen. Neben Schalk, der mit Blick auf die vergangenen Jahre zeigte, wie sich die ASP in den Ländern Osteuropas ausgebreitet hat (2017 wurden über 4000 ASP-Fälle bei Wildschweinen registriert), und der vor der Gefährlichkeit des Virus eindringlich warnte („Das Ding ist recht zäh“), war auch Veterinärdirektorin Barbara Knauer-Kraetzl in den Gasthof Ostermeier gekommen.

Außergewöhnliche Maßnahmen bereits erlaubt

Kerngebiet, gefährdete Zone, Pufferzone – so würde der Umkreis von 30 Kilometer aussehen, sollte ein ASP-Fall auftreten. Drastische und massive Reduktion der Wildschweinbestände würden angeordnet. Und im Landratsamt Freising hat man sogar schon vier Gemeinden auserkoren, in denen neben den Kläranlagen, wo beste Voraussetzungen herrschten, Verwahrstellen für die toten Tiere eingerichtet würden (Fahrenzhausen, Freising, Kirchdorf und Nandlstadt). Knauer-Kraetzl betonte, die Empfehlung an die Jäger, schon jetzt den Bestand an Schwarzwild zu reduzieren, sei richtig. Dabei sind bestimmte, außergewöhnliche Maßnahmen bereits erlaubt, wie die dritte Referentin des Abends, Anna-Lena Bucksch von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt, berichtete. Doch die emotionalen Diskussionen, die sich immer wieder im Saal entzündeten, zeigten, dass weder Jäger noch Landwirte mit dem, was bisher geschehen und gestattet ist, zufrieden sind.

Vor allem an einem Punkt erhitzten sich die Gemüter: Laut Bucksch verbiete ein Bundesgesetz die Verwendung von Nachsichtvorsatzgeräten und Nachtzielgeräten. Laut BBV-Mann Schalk und einem Schreiben aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium sei das aber durchaus gestattet. Weil manche Landräte die Verwendung solcher Geräte noch erlaubt hatten, bevor das Schreiben aus Berlin kam, Bundesgesetz aber über einem Gesetz des Freistaates stehe, ob und welche Ausnahmen es gebe – all das war umstritten und wollte den anwesenden Jägern und Landwirten nicht recht einleuchten.

Und dann war man sich wieder einig: Um die Gesetze zu verbessern, müssten die Verbände Druck machen. Wenn es dann nicht zu spät sei und die Seuche mit den drei Buchstaben nicht schon da sei: ASP. 

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