+
Gemeinsame Sache: Die WIR-Kandidaten um Bürgermeisterkandidat Mathias Kern (Mitte, weißes Hemd).

Kommunalwahl 2020

WIR für Attenkirchen: Bürgermeisterkandidat Mathias Kern macht sich bereit 

  • schließen

Stolze 71 Mitglieder zählt die Wählervereinigung WIR in Attenkirchen. 54 davon waren am Donnerstag nach Gütlsdorf gekommen, um mit Mathias Kern ihren Bürgermeisterkandidaten zu küren.

Attenkirchen – Stolze 71 Mitglieder zählt die Wählervereinigung WIR in Attenkirchen. 54 davon waren am Donnerstag nach Gütlsdorf gekommen, um mit Mathias Kern ihren Bürgermeisterkandidaten zu küren und die 28-köpfige Bewerberliste für die Gemeinderatswahl zu nominieren. Alle erfüllten ihre Aufgabe – Kern und Liste fuhren jeweils 54 Ja-Stimmen ein.

Bereit für das „Mannschaftsspiel“

„Einer und alle für Attenkirchen“, das Motto von WIR, stellte Kern an den Anfang seiner Bewerbungsrede vor rund 80 Interessierten. „Eine Gemeinde wie Attenkirchen zu leiten, ist ein Mannschaftsspiel“, betonte der 38-Jährige, bei dem halt der Trainer oder Kapitän die Verantwortung übernehme. Als er Anfang des Jahres gefragt worden sei, ob er als Bürgermeister kandidieren wolle, sei er ins Nachdenken gekommen. Das Gefühl, dass etwas „schief läuft“ in der Gemeinde, habe sich bei ihm breit gemacht. Mehr und mehr habe er in einer Kandidatur „die Chance gesehen, etwas Neues zu machen und die Fronten im Gemeinderat aufzubrechen“. Das sei mit der Gründung von WIR und mit der Aufstellung der Liste bereits gelungen – einer Liste, die aus bereits politisch Aktiven bestehe, verschiedenste Bereiche abdecke, fast alle Vereine der Gemeinde und alle Ortsteile gut abbilde und mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren relativ jung sei.

Die Frage, ob er es könne, habe Kern sich selbst mit Ja beantwortet: Seit dem 18. Lebensjahr sei er politisch und gesellschaftlich engagiert, habe Verwaltungswissenschaften studiert und dann eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten in München absolviert. Die Frage, ob er es wolle, habe er sich auch mit Ja beantwortet: „Ich bin emotional von Attenkirchen geprägt“, sagte Kern. Er habe in seinen Eltern Vorbilder, die sich in verschiedenen Funktionen in der Gemeinde engagiert hätten.

Attenkirchen soll kinderfreundlich werden

Schwerpunkte seiner Arbeit sieht er darin, Attenkirchen zu einer „kinderfreundlichen Gemeinde“ zu machen. Das habe Priorität. Auch für ein gesundes Wachstum wolle er sorgen, indem wieder Baugrundstücke ausgewiesen und auch Gewerbeareale zur Verfügung gestellt werden. „Die Leute wollen hierbleiben“, sagte er. In puncto Verkehr werde er „hartnäckig“ sein, wolle Landwirtschaft und Umweltschutz nicht gegeneinander ausspielen. Alternierend zum Bierfestival plane er einen regionalen Bauernmarkt in der Ortsmitte, zudem wolle er die Ortsteile besser beteiligen, Ortsteilbudgets und Ortsteilbeauftragte einführen. Überhaupt: „Bürgerbeteiligung ist für mich etwas Positives.“

Zum Schluss das Geld: Kern werde sich die Finanzen grundlegend anschauen, in Klausuren den Haushalt besprechen und auch zwei Gemeinderatssitzungen zur Haushaltsaufstellung ansetzen, um den Räten Gelegenheit zu geben, über die Zahlen nachzudenken. Der Lohn der Rede: 54 Ja-Stimmen für Mathias Kern. ANDREAS BESCHORNER

Die Kandidatenliste

1. Mathias Kern, 2. Veronika Wiesheu, 3. Florian Riedl, 4. Birgit Salzbrunn, 5. Maximilian Lobmeier, 6. Lisa Maier, 7. Christoph Niedermeier, 8. Laura Albrecht, 9. Martin Deml, 10. Marion Hackl, 11. Christian Schreck, 12. Mona Schäffler, 13. Georg Brandl, 14. Petra Hobmeier, 15. Manfred Benker,16. Julia Reitberger, 17. Stefan Festner, 18. Kathrin Rieger, 19. Michael Eichinger, 20. Stephanie Frank, 21. Andreas Enzensberger, 22. Petra Hanrieder-Böld, 23. Oliver Schmied, 24. Michaela Hartshauser, 25. Stefan Heyl, 26. Veronika Schäftlmeier, 27. Carsten Sperl, 28. Barbara Kraml. Ersatz: 1. Martin Thalmair,
2. Ingrid Goldbrunner, 3. Jürgen Hagl, 4. Katja Hammerbacher.

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Siglinde Lebich hat Modelleinrichtung ASZ in Eching maßgeblich geprägt
Seit 30 Jahren – fast ihr halbes Leben – leitet und begleitet Siglinde Lebich die Echinger Altenfürsorge beim Verein „Älter werden in Eching“, der auch Träger des Alten- …
Siglinde Lebich hat Modelleinrichtung ASZ in Eching maßgeblich geprägt
Hermann Schlicker neuer Geistlicher Beirat: „Pfarrer ohne Frauenbund ist ein armer Hund“
Geistlicher Beirat Helmut Huber hat in Kirchdorf sein Amt an Hermann Schlicker übergeben. Der habe sich zwar nicht darum gerissen, hatte aber doch gute Gründe, es …
Hermann Schlicker neuer Geistlicher Beirat: „Pfarrer ohne Frauenbund ist ein armer Hund“
Mit drei von drei Stimmen gewählt: Welter ist AfD-Bürgermeisterkandidat für Moosburg 
Gerhard-Michael Welter will Bürgermeister werden. Die AfD schickte ihn am Sonntag ins Rennen. 
Mit drei von drei Stimmen gewählt: Welter ist AfD-Bürgermeisterkandidat für Moosburg 
Freisinger AfD-Stadtratskandidat: „Die grüne Fraktion liegt sehr auf meiner Linie“
Die AfD schickt in Freising keinen OB-Kandidaten ins Rennen. Dafür aber „mutige Kandidaten“ für den Stadtrat, auf die MdB Johannes Huber „sehr stolz“ ist, wie er am …
Freisinger AfD-Stadtratskandidat: „Die grüne Fraktion liegt sehr auf meiner Linie“

Kommentare