Walter Schlott möchte Bürgermeister in Attenkirchen werden.

Neu gegründete „Perspektive Attenkirchen“ präsentiert Bürgermeisterkandidaten

In Attenkirchen wurde eine neue Wählergruppe gegründet: die „Perspektive Attenkirchen“. Und mit Walter Schlott wurde am Freitag auch gleich ein Bürgermeisterkandidat präsentiert.

Attenkirchen – Sie wollen die bestehenden „Machtverhältnisse aufbrechen“, sie wollen der Gemeinde Attenkirchen eine neue Perspektive geben. Und so heißt die Wählergruppe, die sich am Freitagabend gegründet und auch gleich einen Bürgermeisterkandidaten präsentiert hat: „Perspektive Attenkirchen“. Zusammen mit dem Ortsverband der Grünen Hallertau wird man für die Kommunalwahl 2020 als Grüne offene Liste (GoL) eine Listenverbindung eingehen und Walter Schlott in das Rennen um den Chefsessel im Rathaus schicken.

Zehn Gründungsmitglieder applaudierten sich am Freitag selbst, nachdem man die Satzung genehmigt und den Beschluss zur Gründung der Wählergruppe gefasst hatte. Und auch den dreiköpfigen Vorstand hat man am Freitag im Bachfeldhaus gewählt: Das Vorsitzenden-Duo besteht aus Walter Schlott und Helga Rothmüller, Schriftführerin ist Frederique Saberschinsky. Das Trio wird nun, wenn auch die Grünen einer Listenverbindung mit der Perspektive Attenkirchen zustimmen, alles weitere für die Aufstellungsversammlung vorbereiten, die für den 15. November vorgesehen ist.

Bürgermeisterwahl 2020: „Perspektive Attenkirchen“ präsentiert Kandidaten

Und keine Viertelstunde nach der offiziellen Gründung präsentierte sich mit Walter Schlott auch gleich der Bürgermeisterkandidat: 47 Jahre alt, geschieden, Vater von vier Töchtern, wohnhaft seit 19 Jahren in Thalham, promovierter Forstwissenschaftler mit großer „Affinität zu Umwelt und Natur“, derzeit Teamleiter einer IT-Gruppe bei einer Bundesbehörde in München, Handballtrainer und Abteilungsleiter beim SVA Palzing – das waren die Fakten. Die Frage „Was kann ich?“ beantwortete Schlott so: Er könne Verwaltung, Personalführung, Finanzen, sei gut im Organisieren, könne IT und Natur, kenne die Bedürfnisse von Kindern und Familien, könne Leute zusammenbringen, zuhören und verzeihen. Sein größte Stärke, manchmal auch Schwäche: sein Humor.

Bürgermeisterwahl 2020: „Perspektive Attenkirchen“ präsentiert Kandidaten

Auch wenn er vor 18 Jahren schon einmal auf der offenen CSU-Liste für Attenkirchen kandidiert habe, habe er nie CSU gewählt, sich damit auch nie identifiziert, betonte Schlott. Als ihn Barbara Prügl, die „grüne“ Kreis- und Gemeinderätin aus Au, angesprochen habe, ob er bei einer GoL mitmachen wolle, habe er zugesagt und gleichzeitig der noch zu gründenden Gruppierung Wir Attenkirchen von Mathias Kern und auch Bürgermeister Martin Bormann eine Absage erteilt. Grund: Bei den anderen Gruppierungen sei Umweltschutz ein untergeordnetes Thema, „grüne Gedanken“ seien ein Alleinstellungsmerkmal von Perspektive Attenkirchen.

Warum er dann auch als Bürgermeisterkandidat antrete? „Was gibt es Schöneres, als für die Menschen, die um einen rum sind, zu arbeiten?“, so Schlotts Antwort. Die Gemeindepolitik „fühlt sich an wie Stillstand“, sagte er, „es fehlt an Kreativität“, so sein Eindruck, und „Umwelt, Natur und Klimaschutz spielen keine Rolle“, so Schlotts Kritik. Er und die Perspektive Attenkirchen stünden außerdem für eine konstruktive Zusammenarbeit aller Gruppierungen, die Einbindung aller Gemeinderäte in Planungen und Entscheidungen („Die Anderen haben ja auch was in der Birne“) und für eine echte Bürgerbeteiligung. Ganz wichtige Themen: „Finanzen, Finanzen, Finanzen.“ Denn, so Schlotts Analyse: „Die Gemeinde ist klamm.“

Kommunalwahl 2020 Landkreis Freising: Überblick über alle Gemeinden

Hier finden Sie zudem einen Überblick über alle Gemeinden und ihre Bürgermeisterkandidaten, die bei der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising antreten werden.

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