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Gemeindechef Martin Bormann berichtet bei der Bürgerversammlung in Attenkirchen.

Nahwärme, Feuerwehrhaus und Verkehr dominieren Attenkirchens Bürgerversammlung

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Es war der Abend der Dauerbrenner: Bei der Attenkirchener Bürgerversammlung ging es vor allem um Nahwärme, das Feuerwehrhaus sowie Verkehr.

Attenkirchen – Sie sind echte Dauerbrenner in Attenkirchen: die solare Nahwärme, der Neubau des Feuerwehrhauses und der Durchgangsverkehr auf der B301. Das war auch bei der Bürgerversammlung am Donnerstag nicht anders, als Bürgermeister Martin Bormann eine gute Stunde lang über das Geschehen in der Gemeinde informierte.

Am Oberen Straßfeld soll nun bekanntlich das neue FFW-Gebäude entstehen. Bormann erinnerte daran, dass die Kosten für die erste Planung am alten geplanten Standort am Bachfeld von geschätzten zwei Millionen Euro auf vielleicht 3,5 Millionen Euro explodiert wären. Der Gemeinderat habe daraufhin „die Reißleine gezogen“. Der neue Standort biete viele Vorteile: ein schönerer Platz, ein größeres Platzangebot, eine Ersparnis von teuren Stützmauern und Bodenstabilisierung, zudem Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstücks am Bachfeld als Gewerbegrund. Nach Bormanns Aufstellung habe man bisher für das angedachte Projekt etwas über 300.000 Euro ausgegeben. Damit war schon im Vortrag Bormanns die Frage beantwortet, die Manfred Ausfelder später in der Diskussion stellte.

Eine Aussage des Bürgermeisters wird mit Applaus quittiert

Ein anderes „lang diskutiertes Thema“ ist die solare Nahwärme: Weil man allein in den vergangenen Jahren jeweils 60.000 Euro Miese eingefahren habe, habe sich der Gemeinderat schweren Herzens auch hier entschlossen, das Projekt aufzugeben und die Anlage stillzulegen. Bormanns Aussage, den Nutzern der Anlage habe man insgesamt knapp 300.000 Euro ausgezahlt – sozusagen als Starthilfe für eine neue Heizung –, wurde im Bürgersaal mit Applaus quittiert. 

Die Frage von Manfred Ausfelder, wie viel die Gemeinde denn in die Anlage investiert habe, beantwortete Bormann so: Er habe es nicht zu beurteilen, ob die Entscheidung damals (also vor seiner Zeit als Bürgermeister) richtig oder falsch gewesen sei. Ausfelder legte nach: Nach seiner Schätzung habe die Gemeinde da drei Millionen Euro „in den Sand gesetzt“. Bormann ergänzte, dass in den kommenden Jahren nochmals rund 300.000 Euro an Kosten auf die Kommune zugekommen wären, um nach rund 20 Jahren Technik und Pumpe zu modernisieren.

Ortsumfahrung erneut in der Bürgerversammlung angesprochen

Ein Ärgernis für die Attenkirchener ist und bleibt der Verkehr: Die Aussage des Straßenbauamts München, man solle und könne in Ortsdurchfahrten keinen Flüster-asphalt aufbringen, quittierte ein Bürger so: „Da soll dann eben einer von den Vögeln kommen. Der kann gerne bei mir schlafen.“ Bormann gab dem Bürger Recht: „Ich bin da ganz bei dir.“ Und Bormann versicherte, er sei an der Sache weiterhin „dran“. Angesichts der Situation fragte ein Bürger, ob man denn nicht doch wieder an eine Ortsumfahrung denken wolle. Bormann erinnerte an die groß angelegte Abfrage unter den Attenkirchenern, bei der sich die Mehrheit gegen eine solche Tangente ausgesprochen habe.

Begonnen hatte Bormann seinen Bericht mit Statistiken und Zahlen: 2983 Einwohner zählt Attenkirchen – vor sechs Jahren waren es noch 2780. Rücklagen in Höhe von 1,84 Millionen Euro stünden derzeit Schulden von einer Million gegenüber.

Zum Schluss hatte Bormann einen Ausblick auf 2020 mitgebracht: Beim Baugebiet „Weihersdorfer Feld“ habe es „verschiedenste Probleme“ gegeben, jetzt habe man sich für eine Realisierung in zwei Bauabschnitten entschieden. Und dann ist da noch der Geh- und Radweg nach Wimpasing, dessen Planung 2020 abgeschlossen werde. Geschätzte Kosten: 300.000 Euro.

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