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Gesprächsbedarf: Aus den Reihen der Zuhörer kamen Fragen zur Nahwärmeversorgung, zum Feuerwehrhaus und zur Flüchtlingspolitik auf.

Nahwärmeversorgung 

Bürgerversammlung Attenkirchen: „Nicht öffentlich“ macht hellhörig

Die Nahwärmeversorgung im Attenkirchener Wohngebiet „Am Sportgelände“ hat im Grunde nie richtig funktioniert. Außerdem ist sie verhältnismäßig teuer. Es entsteht ein Defizit, das die Gemeinde mitträgt. Inzwischen ist sogar von Rückbau die Rede. Nicht das einzige Thema, das in der Bürgerversammlung für Irritationen sorgte.

Attenkirchen – An Brisanz mangelte es der Bürgerversammlung nicht. Zu den Themen, die den gut 90 Teilnehmern im Attenkirchener Bürgersaal am Donnerstag auf den Nägeln brannten, zählten etwa auch das neue, mindestens 2,4 Millionen Euro teure Feuerwehrhaus, die Straßenausbaubeitragssatzung oder die Flüchtlingspolitik. Außerdem gab es Kritik daran, dass es nur einen Internet-Hotspot im Ort gebe.

Mit am schwersten zu erklären war für Bürgermeister Martin Bormann wohl die jüngste Entwicklung in Sachen Nahwärmeversorgung „Am Sportgelände“. Jemand warf die Frage auf, wie man die „signifikanten Verluste in sechsstelliger Höhe“ auf Dauer bewältigen wolle. Überdies würden doch wohl jetzt Rückbaukosten anfallen. Das machte hellhörig. Gemeinderat Wolfgang Braun (BG) wollte wissen: „Wer hat etwas von Rückbaukosten gesagt?“ Er spielte damit darauf an, dass das Thema im Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung behandelt worden war.

Kompromissbereitschaft beim Thema Hotspot

Aussagen zu den Kosten vermied Bormann jedoch. Er werde jetzt erst einmal mit den Nutzern reden – in Einzelgesprächen, wie er betonte. Der Plan sei, die solare Nahwärme weiterzuführen. Bei der Heizung gelte es, Alternativen aufzuzeigen. Man werde den Eigentümern ein Ingenieurbüro zur Seite stellen, um die technischen Möglichkeiten zu erörtern, sagte er.

Dialogbereitschaft: Martin Bormann gab sich kompromissbereit.

Beim Feuerwehrhaus gab der Rathauschef zu bedenken, dass es Probleme mit dem Untergrund gebe. Deshalb könne es durchaus sein, dass die veranschlagten 2,4 Millionen Euro am Ende nicht ausreichten. Kompromissbereitschaft signalisierte der Bürgermeister bei der Forderung nach einem zweiten Hotspot, damit es etwa auch im Sportheim Internetzugang via WLAN gebe.

Bormann: „Unser Landrat fährt leider eine sehr harte Linie“

Gemeinderat Josef Fischer (UWG) brach eine Lanze dafür, etwas gegen die Straßenausbaubeitragssatzung zu unternehmen. Er regte eine Unterschriften-Aktion an. Schließlich seien bald Wahlen und vielleicht könne man da etwas erreichen, damit nicht die Bürger, sondern die öffentliche Hand für den Straßenausbau zahlen müsse.

Am Ende kam noch die Frage auf, wie es um die Integration der Flüchtlinge im Ort stehe. Ob die nicht arbeiten könnten, das wäre doch der beste Weg, hieß es. Bormann nannte das Beispiel eines Arbeitgebers, der zwei Flüchtlinge beschäftigt hatte, denen die Arbeitserlaubnis aber wieder entzogen wurde. „Unser Landrat fährt leider eine sehr harte Linie“, bedauerte er.

Alexander Fischer

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