Die Titelseite der Einwohnerbefragung zur Gemeindeentwicklung.
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Anonym ist sie, die Einwohnerbefragung. Im Faltblatt der Wurfsendung stehen 15 Fragen zur Gemeindeentwicklung.

Gemeindebürger sind nun gefragt

In Attenkirchen stehen jetzt Öffentlichkeitsarbeit und Information ganz oben auf der Agenda

Bald wird Attenkirchen ganz modern: Mit einer eigenen Facebook-Präsentation bis hin zur Info-Broschüre sollen alle immer auf den neuesten Stand gebracht werden.

Attenkirchen - Für Bürgermeister Matthias Kern ist dieser Schritt zur adäquaten Öffentlichkeitsarbeit fundamental wichtig – Attenkirchen soll, ähnlich wie Zolling oder Haag, eine Gemeindebroschüre bekommen. Das wäre für den Rathaus-Chef eine Riesenbereicherung. Dem derzeitigen Gemeinderundbrief kann er nicht viel abgewinnen: „Ich fand den so schlecht!“

„2020 waren wir nicht recht fleißig bei der Öffentlichkeitsarbeit“

Viel lieber wäre ihm ein Journal, das bis zu vier Mal im Jahr erscheint, mit diversen Themen-Spektren und Terminen. „Wir brauchen ein gescheites Produkt“, betonte Kern und stellte auch gleich eines klar: Die Broschüre soll aus der Zusammenarbeit der Gemeinde entstehen. Um dies zu erreichen, schlug Kern vor, relativ rasch einen Arbeitskreis zu bilden. Denn eines musste der Bürgermeister eingestehen: „2020 waren wir nicht recht fleißig bei der Öffentlichkeitsarbeit!“

Jahresrückblick wäre nicht schlecht

Wie soll es ablaufen? Die Kosten trägt die Gemeinde, für Beiträge dürfen sich Interessierte melden – beispielsweise Vereine. Auf keinen Fall soll das Produkt parteipolitisch geprägt sein, dafür sollen spezielle Richtlinien bezüglich Themen-Wahl sorgen. Notfalls, und das wollen sich Bürgermeister und der Gemeinderat vorbehalten: das letzte Wort hätte wohl das Ratsgremium. Auch Termine sollen in der Broschüre abgebildet werden, die Jahresvorplanung der Vereine könnte demnächst digital aufrufbar und somit besser einsehbar sein. Kern plädierte zudem für einen Jahresrückblick – gerade weil in 2020 bezüglich Informations-Reflektionen wenig passiert sei.

Für den Bürgermeister außerdem noch wichtig: Eine Attenkirchen-Facebook-Seite, die er selbst betreuen möchte. Die Artikel der Gemeinde-Broschüre sollen dann den Räten digital zugesendet werden, um notfalls ein Veto einlegen zu können.

Anonyme Einwohnerbefragung

Um die Gemeindeentwicklung voranzutreiben, sollen schon bald aussagekräftige Daten vorliegen. Eine Einwohner-Wurfsendung mit 15 Fragen soll Licht ins Dunkel bringen. Bewerten können die Bürger – anonym – unter anderem die Ortsgestaltung, den Öffentlichen Nahverkehr oder die Angebote im Wohnumfeld. Verteilt werden soll der Fragebogen von den Räten in Eigenregie. Um hohe Rücklauf-Kosten zu sparen, (zirka 3000 Euro Porto), können die Bürger ihre Wünsche und Anregungen am Rathaus abgeben. Alle Gremiums-Mitglieder erklärten sich zudem bereit, auch ihre privaten Briefkästen für Einwürfe des Fragebogens bereit zu stellen. „Das ist eine ganz, ganz wichtige Umfrage“, betonte Kern abschließend.

Richard Lorenz

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