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Ein „tolles Team“ hat Hildegard Wiesner (r.), Leiterin der Mittagsbetreuung, hinter sich: Marianne Lohmaier, Maria Löw, Monika Stöckl und Raffaela Volkart (hinten, v. l.) sowie Franziska Stöckl und Evi Wendl (vorne, v. l.). 

Jubiläum

Durststrecke überstanden: Mittagsbetreuung in Attenkirchen feiert 20. Geburtstag

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Für viele Familien aus Attenkirchen ist die Mittagsbetreuung ein unverzichtbares Angebot. Am Samstag, 21. April, feiert die Einrichtung ihren 20. Geburtstag.

Attenkirchen - „Mein ganzes Herzblut liegt in dieser Einrichtung“, erzählt Hildegard Wiesner – und das seit 20 Jahren. Denn sie war dabei, als im Schuljahr 1997/98 die Mittagsbetreuung in Attenkirchen gestartet wurde. Zwölf Kinder wurden damals von zwei Damen betreut. „Damals war der Bedarf noch nicht so groß“, erzählt die Leiterin. Drei Jahre, in denen man viel Unterstützung und Rückhalt von der Gemeinde und der damaligen Bürgermeisterin Brigitte Niedermeier erhalten habe, dauerte die „Durststrecke“, erzählt Wiesner. Doch dann startete die Einrichtung richtig durch. „Der Bedarf kam mit dem Zuzug junger Familien“: Von einst zwölf Schülern der ersten bis vierten Jahrgangsstufe, die damals bis 13.30 Uhr betreut wurden, ist die Zahl auf aktuell 70 Kinder angestiegen. Entsprechend wurden auch die Betreuungszeiten angepasst: Mittlerweile hat die Einrichtung vier Mal pro Woche bis 16.30 Uhr und freitags bis 16 Uhr geöffnet.

Wenn die Mädchen und Buben aus der Schule kommen, wird – neben dem Mittagessen – eine qualifizierte Hausaufgabenbetreuung angeboten. Etwa eineinhalb bis zwei Stunden wird gelernt, dann darf gespielt werden. Und in den zwei Räumen in der Grundschule Attenkirchen, in zwei Zimmern bei der Mehrzweckhalle und im schönen Garten findet sich für jeden etwas. Während bei den Buben Fußball groß geschrieben wird, ist bei den Mädchen Basteln, Gummi-Twist und Spielen angesagt.

Die Arbeit der aktuell sieben Mitarbeiterinnen hat sich im Laufe der Zeit verändert – vor allem, was den Lehrplan und damit die Hausaufgaben der Kinder betrifft. „Die Anforderungen sind höher geworden“, erzählt Hildegard Wiesner. Die Kinder benötigten heute viel mehr Unterstützung und auch mehr Zeit. Und auch die Gesellschaft habe sich gewandelt: Waren vor 20 Jahren noch viele Mütter zuhause, so sind die Familien mit meist zwei berufstätigen Eltern heutzutage verstärkt auf solche Einrichtungen angewiesen. Um so wichtiger ist es für Wiesner und ihr Team, den Kindern „ein Nest zu geben“, in dem man zuhört, Spaß hat und auch Regeln einhält. Individuell auf jedes Kind eingehen – „das ist der Anspruch, den ich an mich selbst habe“, sagt die Leiterin.

Froh und dankbar ist Wiesner, dass sie ein sehr gut funktionierendes Team hinter sich hat. „Wir lachen, wir feiern, wir halten zusammen – es gibt keinen Zickenkrieg“, freut sich Wiesner. Und auch über die Unterstützung seitens der Familien ist sie sehr dankbar: „Wir haben wunderbare Eltern und liebe Kinder. Es ist eine Freude, hier zu arbeiten.“

Am Samstag, 21. April, wird aber nicht gearbeitet, sondern der 20. Geburtstag der Einrichtung gefeiert. Los geht’s um 17 Uhr in der Mehrzweckhalle. Die Familien dürfen sich auf Lieder, Gedichte und ein Theaterspiel sowie Ansprachen freuen.

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