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Rund 100 Bürger waren zur Attenkirchener Bürgerversammlung gekommen, um dem Bericht von Martin Bormann zuzuhören, nachzubohren und zu kritisieren.

Kritik an Gemeindepolitik

Feuerwehr und Nahwärme: Heiße Themen bei Attenkirchens Bürgerversammlung

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Der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses und das Ende der solaren Nahwärmeversorgung treiben die Attenkirchener um. Bei der Bürgerversammlung am Donnerstag gab es Kritik an der Gemeindepolitik. Da halfen auch viele bunte Bilder vom 5. Hallertauer Bierfestival nicht.

Attenkirchen – Wie ist der Stand der Planung? Wie geht es weiter? Was hat der Spaß bisher gekostet? Und wer ist schuld? Jede Menge Fragen rund um das Projekt Feuerwehrhaus hatte Bürgermeister Martin Bormann im Gemeindesaal zu beantworten. Bekanntlich hatte man angesichts riesiger Kostensteigerung „die Notbremse“ gezogen, so Bormann, und mit den Planungen ganz von vorne begonnen. Jetzt habe man sich auch von dem bisherigen Standort am Bachfeld verabschiedet. Demnächst, so Bormann, werde er den Notarvertrag über ein 2500 Quadratmeter großes Areal westlich der B301 am südlichen Ortseingang von Attenkirchen (vor der Abzweigung nach Berging) unterschreiben. 

Was das Projekt bisher gekostet habe, könne er noch nicht sagen, so Bormann. Sobald man Kostenklarheit habe, werde man die Öffentlichkeit informieren.

Regressansprüche von Firmen gebe es bisher keine. Als Gesamtbudget, so der Bürgermeister, stünden zwei Millionen Euro zur Verfügung, das Gebäude selbst sei mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt.

Ums Geld ging es auch bei den Fragen nach der solaren Nahwärmeversorgung: Wie hoch seien die Kosten, die der Gemeinde durch dieses Projekt entstanden seien, lautete eine schriftliche Anfrage. Antwort Bormanns: Seit Inbetriebnahme habe man ein jährliches Defizit von 60.000 Euro eingefahren, habe für die Auflösung und Beendigung der Nahwärmeversorgung jetzt nochmals 360.000 Euro eingestellt.

Gut eine Stunde lang hatte Bormann zuvor über die vergangenen zwölf Monate referiert: 2945 Einwohner zählt Attenkirchen derzeit, das Durchschnittsalter beträgt 42,22 Jahre. Und während seit 2011 die Rücklagen kontinuierlich steigen (Anfang 2018 lag man bei 2,7 Millionen Euro), gehen die Schulden seit 2014 ebenso kontinuierlich zurück (auf 1,63 Millionen Anfang des Jahres).

An Maßnahmen im vergangenen Jahr zählte Bormann die Asphaltierung des Geh- und Radwegs Gütlsdorf entlang der FS16, die Errichtung von zwei Buswartehäuschen in Attenkirchen, die Installierung von zwei Geschwindigkeitsanzeigen oder auch den Straßenunterhalt auf. Zudem sei im Baugebiet Am Bachfeld II ein Spielplatz errichtet worden. Außerdem hatte Bormann Fotos von den neuen Spielgeräten mitgebracht, die man heuer in Thalham installiert habe.

Weitere wichtige Infos: In der Asylunterkunft an der Hauptstraße lebten derzeit 35 Flüchtlinge, davon 17 Erwachsene. Und in der Asylunterkunft an der Moosburger Straße lebten derzeit 21 Menschen, ausschließlich junge Männer.

Und dann war da noch das Kapitel „Geplante Maßnahmen 2019“: Am Baugebiet Weihersdorfer Feld werde man weiter arbeiten, an der B301/Nandlstädter Straße sei eine Querungshilfe geplant, und dann gebe es da eben noch das Projekt Feuerwehrhaus am neuen Standort. Wie Bormann sagte, wolle man zusammen mit dem Liegenschaftsausschuss und der Feuerwehr-Führung die Planung vorantreiben, so dass man Ende 2019 die Maßnahme ausschreiben könne, um dann 2020 mit den Bauarbeiten starten zu können.

Doch nicht nur kritische Anmerkungen und Nachfragen gab es an jenem Donnerstagabend. Eine Bürgerin regte beispielsweise an, es könne sich doch eine Gruppe interessierter Bürger bilden, in der man dann gemeinsam überlege, was man ganz konkret und vor Ort für den Umwelt- und Klimaschutz machen könne. 

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