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„Absolute Waldbrandgefahr“: Hütte steht lichterloh in Flammen - Erschwerte Bedingungen für Feuerwehren

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Von: Andrea Hermann

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Flammeninferno: Eine Waldhütte bei Götzendorf brannte am Mittwochabend gegen 20 Uhr lichterloh. Unter erschwerten Bedingungen gelang es den Feuerwehren, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.
Flammeninferno: Eine Waldhütte bei Götzendorf brannte am Mittwochabend gegen 20 Uhr lichterloh. Unter erschwerten Bedingungen gelang es den Feuerwehren, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. © FW

In einem abgelegenen Waldstück bei Götzendorf (Gemeinde Attenkirchen) brannte am Mittwochabend ein Waldhütte lichterloh. Es bestand Waldbrandgefahr.

Attenkirchen/Götzendorf – Lichterloh in Flammen stand am Mittwochabend gegen 20 Uhr eine Hütte in einem Waldstücks bei Götzendorf (Gemeinde Attenkirchen). Drei Feuerwehren kämpften gegen das Feuer an – und das unter erschwerten Bedingungen: Starker Wind und der abgelegene Einsatzort bereitete den Einsatzkräften Probleme.

Die Hütte stand laut Kreisbrandmeister Michael Wagensonner in einem „schlecht befahrbaren Waldstück“. Will heißen: „Die Anfahrt war nur über einen sehr schlechten und durch den langen Regen stark aufgeweichten Feldweg möglich“, berichtete die Feuerwehr Attenkirchen um Kommandant Florian Schmitz, die als erstes vor Ort war. Mehr noch: Da es an der Anhöhe keine Wasserquellen gibt und laut Wagensonner eine „absolute Waldbrandgefahr“ bestand, wurde nachalarmiert: Doch die Einsatzkräfte merkten sehr schnell, dass die jeweils 1600 Liter Wasser, die die Löschfahrzeuge aus Attenkirchen und Zolling mitführten, nicht ausreichen würden. Deshalb rückte die Feuerwehr Au mit dem Abrollbehälter Wasser an, der 8000 Liter Wasser transportieren kann. „Damit konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht und abgelöscht werden“, berichtet die Feuerwehr Attenkirchen.

Zwei Feuerwehrmänner löschen eine brennende Waldhütte bei Götzendorf (Gemeinde Attenkirchen).
Aufgeweichte Feldwege, fehlende Wasserquellen und starker Wind forderten die Einsatzkräfte beim Löschen des Feuers heraus. © FW

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Dass sich der Brand in dieser stürmischen Nacht nicht noch weiter ausgebreitet hat, ist auch einem Landmaschinenmechaniker zu verdanken, der laut Wagensonner auf der nahe gelegenen B 301 unterwegs war und das Feuer auf der Anhöhe bei Götzendorf entdeckt hatte: Sofort eilte dieser zu einem ortsansässigen Landwirt, der wiederum mit seinem Traktor anrückte und schließlich die brennende Hütte beziehungsweise die Überreste davon mit Unterstützung der Feuerwehr Attenkirchen an den Waldrand zog – „mit einer Greifzange und in gesicherter Entfernung“, berichtet Schmitz. Dort wurde die Hütte dann schließlich komplett abgelöscht.

Eine Waldhütte ist komplett abgebrannt.
Komplett abgebrannt ist die Waldhütte. © FW

Etwa drei Stunden waren die Feuerwehren im Einsatz. Nachdem sichergestellt war, dass alle Glutnester abgelöscht waren und es keinen Funkenflug mehr gab, rückte gegen 22.45 Uhr auch die Feuerwehr Attenkirchen ab. Doch dann ging – wie auch für die Kollegen der Nachbarwehren – das große Putzen los. Denn der Einsatz war eine „wahre Schlammschlacht“, wie Wagensonner und Schmitz unisono berichteten. Nach gut einer Stunde waren schließlich Fahrzeuge und Gerätschaften wieder sauber – und einsatzbereit.

Neben den Feuerwehren Attenkirchen, Zolling und Au war auch die Feuerwehr Oberappersdorf im Einsatz: Am Bereitstellungsplatz warteten die 17 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau auf Anweisungen. „Nach zirka einer Stunde konnten wir ohne Eingreifen wieder zurück zur Wache fahren“, teilt die FFW Oberappersdorf auf ihrer Facebookseite mit.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben seitens der Polizei - die Kriminalpolizei ermittelt.

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