Wollen das Beste aus der Situation machen: (v. l.) Alexander Herzog, Willi Abele, Bernhard und Andrea Nieder, Ortschef Mathias Kern, Josef Fischer (3. Bürgermeister), Johannes Tippmann und Ralph Schneid haben sich vom Geschmack des Festivalbiers überzeugt.
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Wollen das Beste aus der Situation machen: (v. l.) Alexander Herzog, Willi Abele, Bernhard und Andrea Nieder, Ortschef Mathias Kern, Josef Fischer (3. Bürgermeister), Johannes Tippmann und Ralph Schneid haben sich vom Geschmack des Festivalbiers überzeugt.

Nach Absage des Hallertauer Bierfestivals

In Attenkirchen wird am Freitag Festivalbier to go angeboten

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Weil das Hallertauer Bierfestival heuer ausfällt, das Spezialbier aber längst gebraut wurde, ist in Attenkirchen ein Sonderverkauf geplant. Einen festlichen Rahmen wird es ebenfalls geben.

Attenkirchen – Das Mekka der Biergenießer wäre Attenkirchen wieder vom 19. bis 21. Juni gewesen. Das 6. Hallertauer Bierfestival hätte die Massen angelockt. Hätte. Denn bereits Anfang April musste wegen der Corona-Pandemie die Großveranstaltung am Tor zur Hallertau abgesagt werden. Zu diesem Zeitpunkt war aber das Festivalbier, das zu jedem Hallertauer Bierfestival eigens eingebraut wird, längst im Lagertank. Vorenthalten will man diesen Tropfen den Bierkennern und Bierfreunden freilich nicht. „Nach einer extra langen Reifung ist dieses einzigartige Bier nun für Bierkenner der Region verfügbar – auch ohne Bierfestival“, kündigte Bernhard Nieder vom Orga-Team am Freitag bei der Präsentation des Festivalbiers an. Bierfestival to go eben.

Das Attenkirchener Spezialgetränk ist ab kommender Woche erhältlich. Am Freitag, 19. Juni, wird es von 18 bis 20 Uhr in einem Sonderverkauf vor dem Attenkirchener Rathaus zu einem Einführungspreis angeboten. Ein Getränk gerade auch für die vielen enttäuschten Bürger, die sich schon so sehr auf das Bierfestival gefreut hätten, so Nieder. „Man muss sich zu helfen wissen und das Beste daraus machen“, warb Bürgermeister Mathias Kern für das Mini-Bierfestival.

Ausschank in Lokalen und Verkauf in Märkten geplant

Der Verkauf erfolge natürlich unter Einhaltung der Corona-Auflagen, also Abstandswahrung und verpflichtende Atemmasken für alle. Kern kündigte trotzdem einen festlichen Rahmen an, denn immerhin werden Willi Abele & Co. an diesem Abend für Musik sorgen. Im Übrigen ist das Festivalbier dann auch in allen Gastronomiebetrieben Attenkirchens vom Fass erhältlich – solange der Vorrat reicht. Und ab dem 19. Juni kann das Bier in ausgesuchten Getränkemärkten der Region erworben werden. 20 Hektoliter hat man gebraut, das meiste davon heuer in Flaschen abgefüllt.

Hergestellt wurde das Festivalbier in der Krones-Steinecker-Versuchsbrauerei in Freising von Braumeister Johannes Tippmann und dem Team von Ralph Schneid (Steinecker Brew Center). Für die Bittere des untergärigen Lagerbieres wurde die Hopfensorte Hallertauer Magnum eingesetzt. Das ausgeprägte Hopfenaroma mit deutlichen Beerennoten erhalte das Festivalbier von einem noch namenlosen Aromahopfen aus dem Zuchtprogramm der HVG-Hopfenverwertungsgenossenschaft Hallertau, so Tippmann. Erstmalig wurde dieser Hopfen für ein Bier verwendet und beim Brauvorgang gleich dreimal zugegeben: bei der Kochung, im Whirlpool und bei der Lagerung.

Herausgekommen ist ein Bier, das den Teilnehmern der ersten Verkostung am Freitag durchaus geschmeckt hat. Immerhin einen Trost für das abgesagte Bierfestival hatte Alexander Herzog, der Sprecher der Lenkungsgruppe, mitgebracht: „Am nächsten Wochenende wäre das Wetter Sch… gewesen.“

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