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Mathias Kern (WIR) ist Attenkirchens neuer Ortschef.

Mathias Kern ist nicht nervös

Corona als erste Herausforderung: Attenkirchens neuer Bürgermeister sieht sich gerüstet

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Attenkirches neuer Bürgermeister weiß bereits jetzt über seine erste große Aufgabe Bescheid: die Corona-Krise. Nervös ist Mathias Kern (WIR) trotzdem nicht. Er setzt auf seine Erfahrungen.

Attenkirchen – Er ist gewählt und noch gar nicht im Amt, doch er weiß schon, was die erste große Aufgabe als Bürgermeister sein wird: die Corona-Krise. Trotzdem ist Mathias Kern (38), der als Kandidat von WIR in Attenkirchen ab Mai die Nachfolge von Martin Bormann antreten wird, nicht nervös. Dazu seien die Erfahrungen, die er bisher in der Politik gesammelt habe, und sein beruflicher Hintergrund als Verwaltungsbeamter bei der Stadt München zu groß und zu gut, als dass er mit Nervosität dem Dienstbeginn entgegensehe, so Kern.

Sitzungen mit entsprechendem Abstand 

Die Zeit seit seiner Wahl hat Kern inzwischen für Gespräche mit den noch amtierenden Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft Zolling und Verwaltungsleiter Eugen Altmann genutzt. Im Zollinger Rathaus sei Corona das bestimmende Thema, weiß Kern. Und das werde auch im Mai nicht anders sein: Geplant sei, so Kern, dass die Gemeinderatssitzungen im Bürgersaal von Attenkirchen – also mit entsprechendem Sicherheitsabstand – durchgeführt werden. Die Folgen der Corona-Pandemie würden kurz-, mittel- und langfristig spürbar bleiben und Auswirkungen auf die kommunale Arbeit haben: Kern nennt Homeoffice, aber auch die Konsequenzen für die kommunalen Einnahmen aus der Einkommen- und Gewerbesteuer als Beispiele dafür, wie lange die Krise noch nachwirken dürfte. Trotz allem: Für die Menschen vor Ort arbeiten zu dürfen, darauf freut sich der künftige Gemeindechef von Attenkirchen sehr.

Derzeit ist Kern noch auf Abruf für München im Einsatz

Kern, der bis Ende März von der Stadt München eine Dienstbefreiung genehmigt bekommen hatte, weiß noch nicht genau, wie es bis zum 1. Mai weitergeht. Denn auch in der Stadtverwaltung München müsse man auf die Corona-Krise reagieren, müsse er wohl auf Abruf bereitstehen.

Inzwischen hat Mathias Kern auch mit allen Gemeinderäten persönlich – also am Telefon – geredet. Er werde noch die nächste Gemeinderatssitzung am 6. April abwarten, danach den vier Gruppierungen „Wegmarken“ setzen, in denen die Fraktionen aufgefordert werden, ihre Vorstellungen von Posten, Aufgaben und Inhalten zu formulieren. All diese Wünsche und Vorstellungen gelte es dann zusammenzuführen, so Kern. Eines steht schon fest: WIR werde keinen Anspruch auf den Posten des 2. Bürgermeisters erheben. Mehr könne er noch nicht sagen, jetzt gelte es abzuwarten, welche Vorstellungen BG, UWG und GoL dazu formulierten. „Mit aller Vorsicht“, sagte Kern, sei die konstituierende Sitzung des Attenkirchener Gemeinderats für den 4. Mai angesetzt.

Vor der Wahl hatte Kern angekündigt, im Falle seiner Wahl nicht mehr als SPD-Ortsvorsitzender von Moosburg/Hallertau zu kandidieren. Daran hält sich Kern – was ihm umso leichter fällt, als sich bereits ein Nachfolger für dieses Amt aus Moosburg gefunden habe. Auch da gibt es also keinen Grund für Kern, nervös zu sein.

Alle Ereignisse und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising gibt es in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

In Moosburg wird es am Sonntag noch einmal spannend: In zwei Wochen müssen sich die Bürger in der Stichwahl zwischen Michael Stanglmaier und Josef Dollinger entscheiden.

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