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Martin Bormann (BG Attenkirchen): „Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt“

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Von: Andreas Beschorner

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Martin Bormann legte das Wahlprogramm der Bürgernahen Gruppe Attenkirchen vor. © Andreas Beschorner

Mit „Fakes und Lügen“ der kommunalpolitischen Gegenseite habe es Martin Bormann, Amtsinhaber der Bürgernahen Gruppe, immer wieder zu tun gehabt in den vergangenen sechs Jahren. Dennoch kandidiert er erneut.

Attenkirchen – „Keinen leichten Stand“ habe Bürgermeister Martin Bormann in den vergangenen sechs Jahren gehabt, bilanzierte Wolfgang Braun, der Vorsitzende der Bürgernahen Gruppe Attenkirchen. Grund: Immer wieder habe er mit „Fakes und Lügen“ von der Gegenseite, also der UWG, zu tun gehabt, die „immer alles besser gewusst hat“. Trotzdem, oder vielleicht: jetzt erst recht, will Bormann wieder Bürgermeister in Attenkirchen werden, um seine „erfolgreiche Arbeit für die Gemeinde“ fortzusetzen, wie er am Sonntag beim Wahlkampfauftakt der BG in Gütlsdorf sagte.

Martin Bormann skizziert das BG-Wahlprogramm

Nach der Vorstellung der Gemeinderatskandidaten der BG durch Bormann skizzierte er im Gasthof Ostermeier die wesentlichen Punkte des BG-Wahlprogramms. Über allem stehe das Leitbild der Gruppierung: Man folge keinen ideologischen Zwängen oder parteipolitischen Vorgaben, man sei kompetent, realistisch, bürgernah, uneigennützig. „Nicht das Erzählte reicht, sondern das Erreichte zählt.“ Diverse Arbeitsgruppen hätten sich mit den wichtigsten Themenbereichen beschäftigt, so Bormann. Da sei zunächst der Bereich Gemeindeentwicklung: Man setze auf ein moderates Wachstum, strebe den Ausbau der Radwege an, wolle durch diverse bereits angedachte Maßnahmen eine Verkehrslenkung und Verkehrsberuhigung erreichen, setze auf die Realisierung des neuen Feuerwehrhauses im Rahmen der genehmigten Kosten und wolle die Umwandlung von Thalham in ein Wohngebiet weiter betreiben.

Attenkirchen will Solarmeister im Landkreis Freising bleiben

Kinder, Jugend, Familie, Senioren und Vereine ist der nächste Themenbereich, um den sich die BG kümmern will. Ganz oben stünden der Erhalt der generationenübergreifenden Sozialstrukturen, der Ausbau der individuellen Betreuungsangebote für Kinder, die vielfältige Unterstützung der Vereine und die Förderung des Ehrenamts. Die „Vision“ der BG: Tagespflege für Senioren.

Was Umwelt und Klimaschutz anbetreffe, sei man bestrebt, die Photovoltaik-Anlagen weiter auszubauen, um auch weiterhin Solarmeister im Landkreis zu bleiben. Bereits sechs Hektar an Blühflächen habe man in den vergangenen Jahren angelegt, so Bormann. Eine Maßnahme, die weiter forciert werden soll. Und selbstverständlich stehe die BG „klipp und klar“ gegen den Bau einer dritten Startbahn.

Positiv fiel Bormanns Fazit zur Haushaltsführung aus: In seiner Amtszeit konnten die Schulden von 2,65 auf eine Millionen Euro gesenkt, Kredite mit hohen Zinsbelastungen zurückgezahlt werden. Bormann und die BG haben sich die Unterstützung ortsansässiger Betriebe auf die Fahnen geschrieben. Applaus erhielt Bormann dafür, dass er das Projekt Solare Nahwärme „abgelöst“ habe, um für die Gemeinde weitere Verluste zu vermeiden. Bormann verwies „wildeste Gerüchte“, der gestoppte Bau des FFW-Hauses habe „viele Millionen“ gekostet, ins Reich der Fantasie. Die Wahrheit: Ständig steigende Kostenberechnungen hätten dazu gezwungen, einen neuen Weg zu gehen. Und den wolle er weitergehen – mindestens bis 2026.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Freising

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