Weiße Schilder mit grünen Pfeilen und einer Kilometerangabe darauf weisen Radfahrern den Weg.
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Die Fahrrad-Infrastruktur soll auch zwischen und Attenkirchen und Wimpasing weiter ausgebaut werden.

Ausbau soll hoffentlich 2022 erfolgen

Nach vier Jahren Prüfung: Konkrete Pläne für einen Radlweg zwischen Attenkirchen und Wimpasing

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Wird es nach vier Jahren Prüfung endlich einen Radweg zwischen Attenkirchen und Wimpasing geben? Im Gemeinderat gab es zumindest keine schlechten Nachrichten.

Attenkirchen – Seit vier Jahren wird geprüft, wie man einen Geh- und Radweg zwischen Attenkirchen und Wimpasing hinbekommt. Noch ist keine endgültige Lösung in Sicht. Aber zumindest sollen die bereits erfolgten Planungen für eine optimale Lösung weitergeführt werden, sodass man die Maßnahme hoffentlich im Jahr 2022 umsetzen kann. Dieses Vorgehen hat der Attenkirchener Gemeinderat jetzt beschlossen.

Die Vorgeschichte: 2016 wurde dieser Geh- und Radweg von der Gemeinde geprüft, danach beim Landkreis beantragt. Es folgte die Untersuchung von drei Varianten, von denen zwei bald aussortiert wurden, weil man den notwendigen Grunderwerb entlang der FS 16 nicht tätigen hätte können. Variante 3, die die Nutzung des „Bockerlradwegs“ vorsah und auf 283 500 Euro geschätzt wurde, wurde schließlich vom Gemeinderat im Sommer 2019 beschlossen. Daraufhin wurde geprüft, ob das Projekt von der Regierung von Oberbayern gefördert werden könne. Das Ergebnis: Ja, wenn die Planung sämtliche Vorschriften einhalte und alle Anforderungen erfülle. Planer Michael Haarländer (Büro Spyra und Haarländer) war deshalb bei der Regierung vorstellig geworden, die ein Sicherheitsaudit für die neuralgische Stelle des Anschlusses der Gemeindeverbindungsstraße an den „Bockerlradweg“ forderte. Dieses Audit, so teilte Haarländer nun im Rat mit, sei erfolgt.

Es wird nicht billig: Radweg erst für 2022 geplant

Das Resultat: Um die notwendige Rampe zur Überwindung des Höhenunterschieds so auszuführen, dass eine Förderung und ein Zuschuss in Frage kommen, müsse die Gemeindeverbindungsstraße verschoben werden, was wiederum zusätzlichen Grunderwerb erfordere. Das, so Haarländer, habe auch Auswirkungen auf die Kosten, die sich für diese Variante dann auf 350 000 Euro (plus zehn Prozent Planungskosten) belaufen dürften. Immerhin: Eine Förderung von rund 50 Prozent sei denkbar.

Eine schwierige Entscheidung also, der der Gemeinderat mit folgendem Beschluss Rechnung trug: Die Maßnahme werde frühestens im Jahr 2022 realisiert, bis dahin sollen die Planungen für eine optimale Lösung weiterverfolgt werden. Oder, wie es Bürgermeister Mathias Kern ausdrückte: „Wir halten uns alles offen.“

Wesentlich unproblematischer ist da die Situation an der Hochstraße in Attenkirchen, wo der bestehende Fußweg aus dem Baugebiet Am Bachfeld II an einer sehr unübersichtlichen Stelle endet: Eine Aufstellfläche für Fußgänger nach der Treppe ist nicht vorhanden, die Sicht nach Osten stark beeinträchtigt. Gemeinderat Thilo Mittag hatte dem Gremium nun eine Planung vorgelegt, die im Norden eine Straßenverengung vorsieht. Die so gewonnene Fläche stehe dann Fußgängern zur Verfügung. Das Gremium beschloss diese Maßnahme, die zwischen 5000 und 10 000 Euro kosten dürfte.

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